Heft 
(1995) 1/1995. April 1995
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22 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer

zu können, sondernweil nach der Rückkehr das Thema Auschwitz einfach nicht abgehakt war, sagt Jan und fügt gleich hinzu,es ist nie vorbeiꝰ.

Kaba hat die gleiche Erfahrung gemacht:*Es ist nicht so, daß man hinfährt und hat dann alles ka- piert. Der Aufenthalt sei anstren- gend gewesen und nervlich bela- stend. Während es Kaba wichtig war, mit Gileichaltrigen in Au- schwitz gewesen zu sein, Sagt Daniel, daß er dies egal finde. Kaba beharrt: Mit Erwachsenen rede ich anders, da sind mehr Hemmschwellen.

Uber die Wichtigkeit der Gesprä- che mit ehemaligen Häftlingen und anderen Zeitzeugen stimmten Da- niel und Kaba ebenso wie Jan und Aljoscha wieder überein. Aufgrund

der Erzählungen habe man sich eher getraut, sich das eigentlich Unglaub- liche und Grauenhafte vorzustellen.

Als Wanderausstellung werden die Bild- und Texttafeln zur Zeit in den Schulen der Stadt Gießen und des Landkreises Gießen gezeigt. Infor- mationen sind über die Kreis-SV zu erhalten. Kontakt: Klaus Konrad GO Tromsdorf, Tel. 06403-5594.

PS: Kaba, Jan, Aljoscha und Da- niel haben sich übrigens von Grup- pen, die nach ihnen in Auschwitz waren, erzählen lassen, daß der ver- dorrte Baum nicht mehr steht. Er ist zusammengebrochen und existiert nur noch auf dem Foto und in der Brinnerung.

Hans Hirschmann

Jan Sauer, Katharina Bartz, Aljoscha Eickmann und Daniel Schdfer vor dem

Bild mit dem abgestorbenen Baum aufder Wiese in Birkenau.