Heft 
(1994) 2/1994. Juni 1994
Einzelbild herunterladen

Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 19

bracht, wurde er von den französischen Wachmannschaften mehrfach derart geschlagen, daß er noch heute unter den schweren Verletzungen zu leiden hat. Es gelang ihm schließlich, über die Pyrenäen nach Portugal zu flichen, von Lissabon aus konnte er nach Palästina auswandern.

Dort traf er seine spätere Bhefrau, Tochter einer jüdischen Familie aus Gießen, die bereits 1934 von ihren Fltern in die USA geschickt worden war. Beide, Ernest und Ruth, gingen in die USA, und zwar nach New Vork, wo Ruth als Arztin arbeitete. Von dort aus unternahm Ernest 1948 den Versuch, das Schicksal seiner Familie aufzuklären. Im April 1948 erreichte ihn das Schrei-

Oben einer belgischen Untersuchungsbehörde, in dem ihm mitgeteilt wurde, daß Sein Vater, seine Mutter, seiñe beiden Schwestern und seine beiden Nichten am 4. bzw. 8. August 1942 von Malins(Mechelen) nach Auschwitz Birkenau depor- tiert worden seien. Die Unterlagen des staatlichen Museums in Oswiecim lie- fern hierfür die Bestätigung: als Sterbedatum von Inge Hahn(Eine der Nichten von Ernest Chambre), ist der 29. August 1942 vermerkt(4), Inge Hahn war sechzehn Jahr alt.

1) Lich 1933-1945*, hrsgg. v.d. Dietrich-Bonhoeffer Schule in Lich und dem Magistrat der Stadt Lich, erw. u. verb. Neuauflage, Lich 1993 Uu beziehen über die Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Lich, In den Turmgärten, 35423 Lich, zum Preis von 10 Mark plus Versandkosten) 2vgl. Jatho, I.P. Vorfaschismusin Gießen 1890 1933*, Gießen 1988 3) vgl. Finzelheiten in(1) 4) Archivunterlagen des Staatlichen Museums in Oswiecim

(Exzerpt, angefertigt 1989)

Auschwitz-Birkenau: Hier vurden Millionen von Menschen ermordet