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(1994) 1/1994. März 1994
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Lagergemeinschaft Auschwitz- Freundeskreis der Auschwitzer 25

mell“, den llona Strauss für ihre Schauspielinszenierung wählte, bezieht sich auf einen achtzigjährigen„Herrn“, der Jahre nach Kriegsende in Wien Eva Deutsch stolz berichtete, wie er„unterm Faschismus' Juden und Kommuni- sten„geköpft' hatte.

Eva Deutsch starb Anfang 1990. Barbara Kunze berichtet im Nachwort der 1993 erschienen Taschenbuchausgabe, daß EvaChawa sich sehr bewußt war, wie„unglaublich“ ihre Lebensgeschichte auf andere wirken könnte.„Ich Schlepp das in mir. Aber wann man das gãbe in ein Theaterstück, man wird ausgelacht, verpönt, verklatscht.“ Das ist je- doch nicht passiert.

llona Strauß und Regisseur Martin Truth- mann haben für ihre Inszenierung sowie die beeindruckende Darstellung viel Anerken- nung erhalten. Auftritte im GroBraum Frank- furt sind am Dienstag, den 5. April, in der Stadtbücherei Neu-Isenburg(Uhrzeit noch nicht ganz klar, aber abends) und am Mitt- woch, den d. Mai, um 20.30 Uhr in Ortenberg im„Fresche Keller?.

Geeignet ist das Stück für Jugendliche ab 16 Jahre. Für Gastspiele an Schulen gewährt die Hessische Landesregierung Zuschüsse. Veranstalter, die Ilona Strauß für einen Auf- tritt verpflichten möchten, können sie in Frankfurt, Telefonnummer 069— 70 30 09, er- reichen.

Auf der fast leeren, improvisierten Bühne ist Mona Strauß Chawa. Durchlebt noch einmaſ Die Hucht nach Osten, die Zwangsarbeit fürs Massengrab, die O ht das Cungern, die Hucht, das Versteci in der Latrine, die Venunziation, die Hucht, den Veriust der Mutter der Brüder die ſetæte?) Hucht, über die eine hãmische Sonne scheint. Ourchlebt noch einma! die Begegnung mit jenem blauãugigen Bayern, nachher, der stolæ erzahit, uie er die uden„im Dienst“ ablnallte, jene Begegnung, die der Tite/ dieses Theaterabends fassungslos hervorhebt, Und die Augen waren so blau wie der Llmmel“ lona Strauß verfügt mühelos über die veiche Farbung des gallæischen Deutsch, als ure sie darin auſgewachsen. Wichtiger aber sind die Farben jhres Lãchelns Ein Lãcheln der Verlegenheit darũber, daß sie uns mit ihrem Grauen belastigt. Ein Lãcheln glüucilicher Erinnerung Ein Lacheln mit einer Spur Koletterie, voller Unschuld Ein Kleines Lacheln des Viumphs ũiberſebt ↄu haben. Ein Lacheln unter dem Schmeræ, eine Uberiebende æu sein.

Ruth Fühner in: Frankfurter Rundschau 14. 12. 1983, Auszug)