22 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer
Namen der Theresienstäd- ter Initiative, die weiterhin dreihundert Uberlebende des Holocausts in unserem Land zusammenbringt, zu den überlebenden Kin- dern, Müttern und Vãätern.
Aus Luxemburg prote- Stierte ein Delegierter des 1965 gegründeten Comité Auschwit? Luxembourg nicht nur gegen das Verges- sen des Holocausts, son- dern auch gegen seine Ver- wendung zur Förderung unangemessener Themen. Er Zählte die Schwierigkei- ten mit dem Gedenken auf, auch im Falle des Hauptdenkmals, dem Monument de la Solidarité Na- tionale, das zwar prächtig, aber histo— risch etwas irreführend ist.
Die großen Hamburger und Frankfurter Organisationen(gemeint ist die Lagergemeinschaft), die von Uberlebenden gegründet wurden, be— richten von Bildungsreisen in die deutschen Konzentrationslager, das Interesse ist groß, sie haben ihre Ka- pazitäten voll ausgeschöpft. Eine er— freuliche Tatsache.
Den Abschluss der Konferenz bil- det erneut der klügste Kopf der ge- Ssamten Operation-Marian Turski. Er beschwört den Geist von Wladislaw Bartoszewski, einem polnischen poli- tischen Auschwit?-Häftling Nr. 4427 (und spãteren polnischen Außenmini- ster), und dem von Israel Guttmann, einem israelischen Historiker, der Auschwitz überlebt hat und Autor der bahnbrechenden Enzyklopädie des
Am Rande der Generalversammlung Sprachen Gerhard Merz(inks) und Sascha Feuchert(rechts) u. a. auch mit LAK-Präsident Marian Turski.
Holocausts ist. Turski erinnerte daran, dass sie die ersten waren, die darauf hingewiesen haben, dass die früher unter dem Finfluss der herrschenden Ideologie präsentierte historische Darstellung„entjudet“ wurde. Jetzt müsse sie objektiv umgeschrieben werden. Dies ist eine ständige Aufga- be, und dieser Ansatz wird sich in der neuen Ausstellung widerspiegeln, die in Auschwitz geplant ist, um die ganze Wahrheit Zu Zeigen. Zu diesem Zweck wurde der Internationale Auschwit?- Rat gegründet, ein renommiertes Fo- rum von Fxperten, Politikern und Geldgebern(darunter Tomãäs Kraus, derzeitiger Direktor des Instituts der Theresienstädter Initiative).
Der Wandel zum Besseren zeigt sich auch in der Konzeption der neuen österreichischen Musstellung im Stammlager in Block 17. Die architek- tonisch brillante Lõsung regt nicht nur zur Lektüre der Exponate an, die in


