„Sonderbehandlung“ Ein Augenzeugenbericht aus der Hölle Lesung und Gespräch Freitag, 27. Januar 2023, 19 Uhr Gießen, Netanya-Saal im Alten Schloss, Brandplat? 2
Filip Müllers Bericht über die Geschichte der jüdischen Sonderkommandos in Auschwit? steht im Mittelpunkt dieser Veranstaltung. Es ist eine gemeinsame Veranstaltung der Volkshochschule Gießen und der Lagergemeinschaft Ausch- wit? anlãsslich des Holocaust-Gedenktages(Jahrestag der Befreiung von Aus- chwitz-Birkenau). LGA-Mitglied Andreas Kilian, der Filip Müller persönlich kannte und das Nachwort zu der Neuausgabe verfasst hat, steht im Gespräch
Rede und Antwort. Die Schauspielerin Irina Ries wird Passagen lesen.
In Zeiten, in denen der russische Präsident Wladimir Putin mit Begrif- fen wie„Völkermord' und„Entnazifi- zierung' seinen Angriffskrieg in der Ukraine zu rechtfertigen versucht, den ukrainischen Präsidenten Zelensky, der jüdischer Abstammung ist, als„Son- derkommando“ bezeichnet und damit als willfährigen Vollziehungsgehilfen des NS-Holocaust verunglimpft und der so die Geschichte des Holocaust als Kriegsvorwand missbraucht, erhalten Bücher wie Hilip Müllers Augenzeu- genbericht„Sonderbehandlung“ eine neue und traurige Bedeutung.
Filip Müller(1922-2013) überlebte die KZHaft und den Zwangsdienst im „Sonderkommando“ Auschwitz-Bir- kenau mehr als drei Jahre lang. 1979/80 veröffentlichte er auf Deutsch seinen Bericht„Sonderbehandlung“. Zu seinem 100. Geburtstag hat seine Familie nach langem Zögern eine kommentierte Neuausgabe mit einem gemeinsamen Vorwort des Antisem-
Filip Müller Sonderbehandlung
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tismus-Beauftragten der Bundesregie- rung Felix Klein und des Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutsch- land Josef Schuster Ssowie einem Nach- wort von Andreas Kilian ermöglicht. Das Buch ist bei der Wissenschaftli- chen Buchgesellschaft in Darmstadt erschienen.


