6 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer
1
Die Zeitzeuginnen Zdzislawa Wlodarczyk Qinks) und Monika Goldwasser
beider Leben. In eindringlichen Wor- ten beschrieb sie diese Zeit, in der die Kinder sich selbst überlassen blieben, aber ständig in Lebensgefahr schweb- ten.
Die Kunstsammlung des Museums Ausch- wit archiviert Werke, die Häftlinge im La- ger oder nach der Befreiung erstellt haben.
Im Januar 1 945 gelang es Zdzislawa, sich dem Abtransport auf dem Todes- marsch zu entziehen, um bei dem Bru- der zu bleiben, der zusammen mit den anderen kleineren, schwachen und kranken Kindern zurückgelassen wer- den solite.
Nach der von ihr als bizarr emp- fundenen Befreiung konnten sie sich zunächst alleine durchschlagen, bis sie erst in einem Kinderheim, dann bei der Großmutter aufgenommen wur- den. Die Mutter kam krank aus dem KZ Ravensbrück zu ihren Kindern zurück, verstarb aber früh an den Fol- gen der Lagerhaft. Zdzislawa musste sich also weiter um die gesamte Fami- lie kümmern und früh Geld verdienen. Aus politischen Gründen erhielt die Familie— nach ihren Aussagen— keine staatliche Unterstützung.
Trot? oder gerade wegen dieses Sehr besonderen Schicksals engagierte sich Zdzislawa ab den 1990er Jahren im Rahmen des Maximilian-Kolbe- Werks für ältere Uberlebende und


