Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 21
1. KMih
Pressefoto der einzigen noch erhaltenen Tür zu einer Gaskammer. Sie wurde in den Ruinen von Krematorium V gefunden. O PMO 2019
nun gezeigte Fxponat ist daher ein Unikat.
Die einzige erhaltene Gaskammer- tür gehört Zweifellos Zu den aufsehener- regendsten Ausstellungsstücken. Sie wurde im Frühjahr 1945 neben der Rui- ne von Krematorium V aufgefunden und zuletzt nur für ausgewähltes Publi- kum in der Kunstausstellung in Block 25 zu sehen. Diese einzigartigen Fxponate Sind von unschãtzbaren Wert.
Inhaltlich bleibt die Ausstellung aber leider weit hinter ihren Möglich- keiten und überrascht mit missver- ständlichen und fehlerhaften Schrift- tafeln sowie mit einer unglücklichen Auswahl von zum eil unzuverlässigen Zitaten. Leon Gohens Häftlingsnum- mer wird in großer Schrift fälschli- cherweise als„1824904“ statt 182492 gezeigt, andere Häftlingsnummern der zitierten Uberlebenden werden hinge- gen nicht genannt.
Als Aufstandsbeschreibung dient der Bericht Cohens, der leider sehr ten- denziõs die Initiative griechischer Ju- den im Sonderkommando beschreibt und falsche Behauptungen aufstellt, obwohl er genauso wie einige seiner griechischen Kameraden aus dem un- beteiligten Krematorium III im Ge— gensatz zu anderen Uberlebenden kein Augenzeuge des Geschehens war. Miklos Nyiszli wird auf einer Jafel irr- tümlicherweise als„Sonderkomman- do-Häftling“ bezeichnet, tatsächlich war er Hãftling in dem Lagerarzt Men- gele unterstellten„Sektions-Komman- do“, das in der Pathologie von Krema- torium II arbeiten musste. Die Fundstellen der Zitate werden bedau- erlicherweise nur in den wenigsten Fãl- len genannt, und zwar ausschließlich aus Gideon Greifs Standardwerk„ Wir weinten trnenlos, aus dem auch das un- vorteilhafte Foto Jaakov Silberbergs in der Ausstellung stammt. Eine gleichbe- rechtigte Abbildung der anderen Zitier- ten Zeugen fehlt bedauerlicherweise.
Schwerwiegender und zahlreicher sind jedoch die Fehler auf den histori- schen Zeittafeln: Die erste provisori- Sche Gaskammer in Birkenau ging nicht bereits im März 1942 in Betrieb, son- dern wurde zu diesem Zeitpunkt erst ausgebaut, bis sie schließlich im Mai 1942 effizient benutzt werden konnte. Ebenso wenig wurde das erste Sonder- kommando Mitte April eingerichtet, Sondern erst Anfang Mai, wie Arnos?t Rosin glaubhaft beZeugt hat.
Die EFxhumierung und Verbrennung der Leichen aus den Birkenauer Mas- sengräbern fand nicht schon im August


