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(2020) 1/2020. Januar 2020
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22 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer

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HERMARSTRASFOEGE. H.-Nr.: 105.170 118951944), c. 1941

Ubersicht der bekannten Chronisten des jüdischen Sonderkommandos OAndreas Kilian

1942, sondern erst im September statt, nämlich kurz nach der Rückkehr des Leiters der Aktion, SS-Untersturmfüh- rer Fran? Hõssler, von seiner Inspekti- onsreise nach Kulmhof. Auf der Zeitta- fel1944 wird suggeriert, der Aus- bruchsversuch nach der Durchtrennung des Stacheldrahts hätte am Krematori- um IV stattgefunden, stattdessen fand das Freignis bei Krematorium II statt. Die Finstellung der Vernichtungsaktio- nen fand bereits am 31. Oktober statt, nicht erst imNovember.

In derUmgebung der Ruinen von Krematorien II und III seien die Auf- zeichnungen von Marcel Nadjari aufge- funden worden, heißt es auf einer Tafel über die Sonderkommando-Hand- Schriften. Allerdings ist die Stelle des Fundorts neben dem Auskleideraum von Krematorium III genau protokol- liert worden. Fraglich ist auch, warum die vom Auschwitz-Museum mittels

multispektral bildgebender Verfahren neu digitalisierten und besser lesbar ge- machten Manuskripte von Nadjari, Lewenthal und Langfus nicht als neue Scans auf der Jafel mit den ausgewähl- ten vier Seiten in der Ausstellung zu se⸗ hen sind. Die Resultate des bereits im Jahresbericht 2018 erwähnten Scan- Projekts hätten für die Ausstellung durchaus nützlich sein kõnnen und soll- ten Besuchern grundsätzlich nicht vor- enthalten werden.

Zweifellos kann die positive Ent- wicklung, die Geschichte des Sonder- kommandos endlich im Fokus einer Sonderausstellung des Auschwit?-Mu- se ums sehen zu können, nicht hoch ge- nug geschät?t werden, langfristig gese- hen sollte die Würdigung des Themas in einer Dauerausstellung jedoch Ziel der bisher schleppend und nur etappen- weise umgesetzten Auseinanderset- zung mit der umstrittenenGrauzone