16 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer
„Potischer Offenheit fehlen lassen“ 80 die Begründung. Marinics Bewertung: „P Scheint hier Stuhkturelle AMtivitòten zu gehen, die Zivilgesellschaft zu einem NHaustierchen zu zdhmen, mit dem man Sich zwar Schmickt, mit der man sich
aher nicht auseinandersetzen möõchte. Fõrdergelder werden inz wischen verge- hen, als Seien die Vereine die Bitusteller der Demohkratie und nicht ihr Knochen- mari.(taz, 27. Nov. 2019).
Hans Hirschmann
Das Haus brennt Esther Bejaranos Brief an den Bundesfinanzminister
Sechr gechrter Herr Minister Scholz,
Seit 2008 bin ich die Ehrenvorsitzen- de der VVN/BRdA, der gemeinnützigen Vereinigung der Verfolgten des Nazi- Regimes— Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten. Die Arbeit der An- tifa, die Arbeit antifaschistischer Verei- nigungen ist heute— immer noch— bit- ter nõtig. Für uns Uberlebende ist es un- erträglich, wenn heute wieder Nazipa- rolen gebrüllt, wenn jüdische Menschen und Synagogen angegriffen werden, wenn Menschen durch die Straßen ge- jagt und bedroht werden, wenn Todesli- Sten kursieren und extreme Rechte nicht mal mehr vor Angriffen gegen Vertreter des Staates Zurũckschrecken.
Wohin steuert die Bundesrepublik? Das Haus brennt— und Sie sperren die Feuerwehr aus!, wollen der größten und ältesten antifaschistischen Vereinigung im Land die Arbeit unmõglich machen? Diese Abwertung unserer Arbeit ist ei- ne Schwere Kränkung für uns alle.„Die Blindesreplihlik ist ein anderes, hesseres Meluischland geworden“, hatten mir Freunde versichert, bevor ich vor fast 60 Jahren mit meiner Familie aus Israel nach Deutschland zurückgekehrt bin. Alten und neuen Nazis bin ich hier trot?dem begegnet. Aber hier habe ich verlãssliche Freunde gefunden, Men- Schen, die im Widerstand gegen den NS
gekämpft haben, die Antifaschistinnen und Antifaschisten. Nur ihnen konnte ich vertrauen.
wir Uberlebende der Shoah sind die unbequemen Mahner, aber wir ha- ben unsere Hoffnung auf eine bessere und friedliche Welt nicht verloren. Dafür brauchen wir und die vielen, die denken wie wir, Hilfe! Wir brauchen Organisationen, die diese Arbeit unter- Stütꝰen und koordinieren.
Nie habe ich mir vorstellen kõönnen, dass die Gemeinnützigkeit unserer Ar- beit ange?weifelt oder uns abgespro- chen werden könnte! Dass ich das heu- te erleben muss! Haben diejenigen Schon gewonnen, die die Geschichte un- seres Landes verfãlschen wollen, die sie umschreiben und überschreiben wol- len? Die von Gedenkstätten, als Denk- ml der Schande? Sprechen und den NS⸗ Staat und seine Mordmaschine als, Vo- gelschiss in deutscher Geschichte“ be- zeichnen?
In den vergangenen Jahrzehnten ha- be ich viele AusZeichnungen und Fhrun- gen erhalten, jet?t gerade wieder vom Hamburger Senat eine Ehrendenkmün- ze in Gold. Mein zweites Bundesver- dienstkreuz, das Große, haben Sie mir im Jahr 2012 persönlich feierlich über- reicht, eine Ehrung für hervorragende Verdienste um das Gemeinwohl, hieß es


