Heft 
(2020) 1/2020. Januar 2020
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Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 15

Plat? gefüllten Stadtbibliothek ein außergewöhnliches Programm, beste- hend aus jiddischen Volksliedern gemixt mit Rap-Passagen in deutscher und tür kischer Sprache. Und bei Bel Ami san- gen alle mit. Irot? aller Lebensfreude und Kraft vermittelte das Programm mit der Strophe, Menschen sterben, doch du hist vtill die deutliche Aufforderung, sich zu engagieren gegen Antisemitis-

mus, Rassismuns und jede Form von Fremdenfeindlichkeit.

Esther Bejarano bekannte schließ- lich, dass sie ihre Musik auch alsSpäte Rache an Nazi-Deutschland und die heutigen Naziszene auffasst. Und s0 Stimmte sie Zum Abschluss das trotzige LiedWir lehen ewig, wir vind da an und wieder sangen alle im Saal mit.

Hans Hirschmann

Töricht und SkKandalös Berliner Finanzamt erkennt VVNBdA die Gemeinnützigkeit ab

Im November 2019 hat das Finanzamt Berlin dem Bundesverband der Vereini- ging der Verfolgten des Naziregimes Bund der Antifaschistinnen und Antifu- Schisten(VVNRdA) die Gemeinnützig- keit ent?ogen. Damit ist die Fxisten? der VVN bedroht, Zumal auch eine Steuer- nachzahlung gefordert wurde. Die La- gergemeinschaft Auschwitz- Hreundes- Kreis der Auschwitzer hat sich den Prote- sten und den Forderungen, diese Ent- Scheidung rückgängig zu machen, ange- Schlossen.

Die VVN wurde 1947 gegründet als Sammlungsbewegung der jüdischen und nicht jüdischen Uberlebenden der deutschen Konzentrationslager und Folterkeller.Diese Uherlebenden ha- hen Generutionen junger Menschen, die Sich heite im demolkratischen Speltrum Melutschlands engagieren, vozialisiert nd politisiert, wird in einer Stellung- nahme des Internationalen Auschwitz Komitees(IAK) betont. Der Beschluss des Hinanzamtes wird als das benannt, was er ist: tõricht und vkundulòs.

Von Anbeginn an und bis helte ha- hen vich alte und junge Mitglieder der

VVNhdA vor allem gegen den immer mdssiver zuriickhkehrenden Kechtsextre- mismlis ind Antisemitismus positioniert. Ddss diese Orgunisution in Zeiten alltäg- licher rechtsertremer Auswichse und Be- drohungen(..) in ihrer Existenz hedroht wiyd, i für Vherlebende der Konzentraui- onsluger ein SMandal der Peutschlands Ansehen beschddigt und das gemeinsume europische Engagement gegen Rechts- extremismlus und Antisemitismus emeh- jich Schwächt, so IAK-Vizepräsident Christoph Heubner.

Als Bundeskanzlerin Angela Mer- kel im Dezember Auschwitz besuchte, protestierten Holocaustüberlebende. Marian Kalwary, Uberlebender des Warschauer Ghettos, forderte in einem offenen Brief an die Bundesregierung und den Berliner Finanzsenator Mat- thias Kollat? die Rücknahme der Ent- scheidung des Finanzamtes.

Die Autorin Jagoda Marinic sieht den Fall der VVN in Zusammenhang mit dem der globalisierungskritischen Organisation attac, der vom Bundes- finanzhof bereits zuvor die Gemeinnüt- zigkeit aberkannt wurde, es habe ihr an