Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer
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Gerhard Merz di.) bei der Mitgliederversammlung mit IAK-Vizepräsident Christoph Heubner, der Auschwitz- Uberlebenden Eva Fahidi, Uwe Hartwig und Andor Andrasi, Lebensgefährte von Eva Fahidi
Die Shoah, für die ja Auschwitz in ganz besonderer Weise steht, Steht seit jeher im Zentrum meines politischen Den- kens und Handelns.
Seit wann gibt es die Lagergemein- Schaft und worauf liegt der Fokus ihrer Arbeit?
Die Lagergemeinschaft wurde 1970 von dem õsterreichischen Ausch- witz-Uberlebenden Hermann Rein— eck, der in Münzenberg lebte, als Ver- einigung für Uberlebende gegründet. Dann kamen in Zunehmendem Maße deren Freunde und Unterstützer hin- zu. Uberlebende gibt es heute in der Lagergemeinschaft nicht mehr, aber ihr Vermächtnis ist immer noch unse- re Verpflichtung.
Und welche eigenen Schwerpunkte wollen Sie setzen?
Alle Organisationen, die sich mit der Brinnerungsarbeit beschäftigen, müs- sen mit der Tatsache zurechtkommen, dass es bald keine Uberlebenden mehr geben wird und dass sich die kollektive
Frinnerung im Laufe der Jahre ändert. Zunehmend rückt ja die(Nicht-) Verar- beitung des historischen Geschehens Selbst ins Zentrum der Auseinanderset- zung. Auch die entscheidende Zielgrup- pe der jungen Menschen muss immer neu angesprochen werden.
Welche Projekte sind geplant, die sich an die Offentlichkeit richten?
Die bewährten und erfolgreichen Studienfahrten werden sicher weiter ei- ne Zentrale Rolle spielen. So lange es noch geht, werden auch weiterhin Ver- anstaltungen mit Zeitzeugen durchge- führt werden- wie gerade kürzlich mit der überaus beeindruckenden ungari- schen Uberlebenden Eva Pusztai-Fahi- di. Die o4Jährige hat auf alle, die dabei waren, einen großen Findruck gemacht.
Wer gehört der Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis eigentlich an?
Zurzeit hat die Lagergemeinschaft circa 240 Mitglieder aller Atersgrup- pen. Die ursprünglichen Mitglieder aus dem Kreis der Uberlebenden gibt


