Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 15
Kippbrücke(S. 56),„Isolierblock“ Statt Quarantäneblock(S. 36),„La- gerälteste“ statt Blockälteste(S. 79).
Unutreffende Ubersetzungen sind auch„Titelseite der wöchentlichen An- weisungen der SS-Kommandantur“ Statt Standortbefehl(S. 274),„Rohr- net? Zzum Absaugen des Körperfetts“ Statt Abflussrinnen für das Menschen- fett(S. 56) oder erfundene Posten wie der des„Obervorarbeiters“(S. 33).
Leider wurden auch zahlreiche Zi- tate sprachlich und inhaltlich falsch wiedergegeben, so z. B. Schießpulver als„Sprengstoff“, Pulverraum als „Produktionsraum“(S. 280), Presse als„Schraubstock“; der Meister wird zum„Direktor“(S. 188), kleine Bün- del die im Notfall aufgeknotet wer- den sollten, wären als„Päckchen“ „aufzuschneiden“ gewesen(S. 189).
Greif und Levin behaupten auch, einige Sonderkommando-Häftlinge hätten„in den Gaskammern verblei- ben und warten“ sollen(S. 154), an- statt den Verfasser Müller auf 8. 234 korrekt wiederzugeben:„Finer drit- ten Oruppe war die Aufgabe zluge— dacht auf dem Geldnde der Kremato- rien ⁊l hleiben(...)“
Auch an anderen Stellen werden die konkreten Bezeichnungen Kre- matorium und Gaskammer verwech- Selt(Z. B. auf S. 189). Verdreht wird Müllers Bemerkung„Kieinkaliberge- wehre stunden in den Kommandofih- reystuhen aller Krematorien immer einsutzbereit in einem Spind“(Müller, S. 234) mit Greifs/Levins Behauptung, die Aufständischen hätten in allen Blockführerstuben, die auf dem Weg
lagen,„Pisolen an vich nehmen(Kön- nen), die dort deponiert wuren.“(8. 154). Im Fall der ursprünglichen Auf- standsplãne wird aus dem Müller-Ori- ginal auf S. 233„eine Bresche in die diußere Postenkette zu schlagen“ bei Greif/Levin die Version„einen Weg durch das dornige Unkraut, das das Lager umgab, zu Schlagen“(S. 153).
Nicht akzeptabel sind auch Zahl- reiche falsche Namensschreibweisen von Personen und Orten. Die Schwerstwiegenden Fälle sind:„Karl von Haende“ statt Paul von Ende(S. 183),„Hold“ statt Holtz(S. 284), Holler“ statt Olère(S. 253),„Leijb Hirs?panic“ statt Hers? Panicz(S. 369),„Friese“ statt Freese(S. 274), „Poltinova“ statt Foltynova(8.85, 114),„Pilatow“ statt Filatov(S. 152). Von einem unaufmerksamen Lekto- rat Zzeugt auch, dass sogar der häufig zitierte Eliezer Bisenschmidt insge- samt 13 mal falsch(„Elizier“) ge- schrieben wird. Der von Mithäftlin- gen ermordete„Kapo Karol“ war kein Volksdeutscher(S. 242, 8. 369 Anm. 337), sondern kam aus dem thüringischen Mühlhausen und hieß Karl Töpfer.
Lahlreiche Zeugnisse werden zu- dem falsch interpretiert, so zum Bei- spiel die Aussage Filip Müllers im 1. Frankfurter Auschwitz-ProZess am 5. 10. 1964, die in Anmerkung 270 un- Sauber zitiert wird: Die Autoren be- haupten, der„restliche Sprengstoff“ sei in vier Blechdosen aufbewahrt worden, die„in der Wasserpumpe der Gaskammer/Krematorium 3 verbor- gen wurden“(S. 199). Tatsächlich gab


