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(2019) 1/2019. September 2019
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10 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer

wird im Buch der Fluss Sola mit der Weichsel verwechselt.

Im Juli 1943 zählte das Sonder- kommando nicht400 bis 500 Mann (S. 26), sondern nur 400 Häftlinge. Nicht300 Sonderkommando-Häft- linge(S. 54), sondern nur etwa 200 wurden im Februar 1944 in Majdanek ermordet. Auch bei der Anzahl der er- mordeten Sonderkommando-Hãäftlin- ge am 23. September 1944 irren Greif und Levin: Statt 300 wurden 200 Män- ner von der S8 liquidiert(S. 357, 210, 211). Auch gab es imJahre 1941 noch kein Sonderkommando(S. 58). Die Schätzung der Gesamtzahl aller Sonderkommando-Häftlinge ist mit Z. 000 Juden viel zu hoch angeset?t (S. 58). Der Auschwitz-Historiker Francis?ek Piper Schätzte sie auf 1500 2000 Personen, die Historikerinnen Sybille Steinbacher und Sonja Knopp auf 2000. Vermutlich waren von Mai 1942 bis Januar 1945 vorsichtigen Schätzungen zufolge aber etwa 2200 Männer im Sonderkommando einge- Setzt worden, was der italienische For- scher Carlo Saletti bestätigte.

Falsche Zahlenangaben werden noch durch eine hohe Anzahl von Da- tierungsfehlern übertroffen: Die Pa- tierung der ersten(und vollständigen) Liquidierung im jüdischen Sonder- kommando auf den 3. Dezember 1942 (S. 34, S. 124) beruht auf einer falschen Rekonstruktion des Ereignisses in den frühen 1960 iger Jahren, die dem Um- stand geschuldet war, dass die Quel- lenlage zum damaligen Zeitpunkt un- zureichend war. In der überarbeiteten hebräischen(1999) und polnischen

(2003) Ausgabe seines Standardwerks Wir weinten trnenlos... folgte Greif noch der Neudatierung auf den 9. De- zember, seit der englischsprachigen EFdition(2005) wird der alte Fehler un- verstãndlicherweise weiter kolportiert.

Unrichtig ist auch, dass das neue Sonderkommando am 6. Dezember 1942 gebildet worden sei(S. 36). Die Aussagen Dragons und Bisenschmidts in Greifs Standardwerk widerspre- chen dieser Behauptung ebenso wie die Mehrheit der Uberlebenden, die Zeugnis abgelegt hatten und am 9. Dezember in das neue Sonderkom- mando eingewiesen wurden. Neueren Auslegungen zufolge fand die Inbe- triebnahme der ersten beiden proviso- rischen Vergasungseinrichtungen laut den Historikern des Auschwit?- Mu- Seums Igor Bartosik, Lukas? Martyni- ak und Piotr Setkiewicz(TVhe begin- ning of the extermination, Oswiecim 2014) nicht imMai undJuni 1942 (S. 25), Ssondern im März und Juli 1942 Statt. Hierbei sei jedoch angemerkt, dass die Beweisführung für die März- Datierung nicht überzeugend ist und auf einer Fehlinterpretation deutsch- sprachiger Dokumente beruht.

Der Massenmord in Bunker 1 war auch nicht wie Greif und Levin ange- benim Sommer 1942(S. 54) einge- Stellt worden. Laut SS-Arzt und Au- genzeuge Johann Paul Kremer waren am 12. Oktober 1942 noch beide Bun- ker aktiv auch der Uberlebende Shlo mo Dragon bezeugt für Dezember 1942 zwei Vernichtungsanlagen. Bun- ker 2 war zudem nichtbis Februar 1943 genutzt worden(S. 25), sondern