Heft 
(2019) 1/2019. September 2019
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Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 3

mit Stöcken, mit Gegenständen, 70 Jahret die ihnen in die Hände fielen, Auschwitz wobei sie schri- kingefallenes gesich S en, fluchten, erloschene Augen brüllten oder be- t lihpen teten. Die 88 ſeinzerrissenes Herz hetzte die laut ſohne Aem bellenden Hunde ſ ohne Worte

. keine Tränen. auf die Men-

.. antna Spinen schen, sie griffen

die Menschen an,

.

Das niederländische Sintiza-Mädchen Anna MariaSettela Steinbach

die Verzweiflung war noch keine zehn Jahre alt, als es mit dem Großteil ihrer Familie im

war groß, der Lärm war schreck-

Sommer 1944 in Auschwitz-Birkenau ermordet wurde. Zu ihrem Schicksal und der Geschichte dieses Fotos, das sie beim Blick aus dem Waggon ihres

... Deportationszuges zeigt, siehe bei Wikipedia unterSettela Steinbach. lich, die Finder pie Montage des hier verwendeten Fotos mit dem Gedicht des Rom San- weinten nach den tino Spinelli stammt aus der Berlinertageszeitung vom 24. Oktober

Müttern, die Müt- ter versuchten, die Kinder zu beruhi- gen. In Birkenau wusste jeder, auch noch so jung, was der Tod bedeutet, und das kleinste Kind wusste, was es bedeutet, wenn man mit Flammen- werfern in das Gas getrieben wird. Es gab keine Kinder im Zigeunerlager. Dort waren sie schon mit fünf Jahren Erwachsene, die wussten, dass sie dem Tod nicht entkommen können: So oder Sso werden sie ermordet.

Wir im Lager waren erstarrt vor Angst. Auch bleibt man nicht gleich- gültig, wenn 4300 Menschen im Nachbarlager mit so drastischen Methoden, mit offenem Feuer aus Fammenwerfern in den Tod getrieben werden. S0 unerwartet, wie diese Aktion begonnen hatte, so unerwartet ist auf einmal Ruhe eingekehrt. Und das konnte man auch kaum aushalten.

2012. Damals wurde das zentrale Mahnmal zum Gedenken an die in der NS-Zeit ermordeten Sinti und Roma in Berlin enthiüllt. Das Gedicht steht auf dem Rand des Brunnens, der Bestandteil des Denkmals ist.

Man hörte von mehreren Zehntau- senden von Menschen in den ver schiedenen Lagern in Auschwit?- Birkenau laut das Herz klopfen. Und 80 oft ich mich an diese entsetzliche Nacht erinnere, weil ich es für meine Pflicht halte, darüber zu sprechen, damit es nicht in Vergessenheit gerät, wünsche ich denjenigen, die in dieser Nacht gemordet haben, dass so lange sie leben und sogar noch darüber hin- aus sie nichts im Leben hören sollen als die schrecklichen Töne dieser Nacht. Und die Angst, die die Ermor- deten spürten, sollen sie Tag und Nacht spüren. Sie sollen keine Ruhe mehr haben. Shakespeare wusste: Der Schlimmste Fluch ist: Seid verzweifelt! Die ewige Verzweiflung soll sie nie verlassen!*