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(2018) 1/2018. Oktober 2018
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Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 7

schrift des Briefs jedoch nicht an die Amicale des deportés d Ausch witz übergeben worden und würde auch nicht in deren Archiv verwahrt. Eine alte Kopie dieser Abschrift liegt tatsächlich im Archiv Roger Arnould SOwie erst Seit 1967 im Staatlichen Mu- seum Auschwitz-Birkenau. Die Ab- schrift könne Arnould der Historike- rin Glaudine Cardon-Hamet zufolge in den Archiven der, Fodération natio- nale des deportẽs et internéẽs vésistunts et patriotes* gefunden haben. Das Ori- ginal sei vermutlich im, Ministére de la Méſfense archiviert, was dort jedoch dementiert wurde.

Als Absender des Begleitschrei- bens vom 10. Februar 1948 wurde die Direction du Gontentieux, de Etat Civil et des Recherches, Missions de Re- cherches desMinistere des Anciens CGombattants et Victimes de Guerre genannt. In der Kopie des Begleit- schreibens, die im Archiv Roger Arnould verwahrt wird, fällt auf, dass das Anschreiben weder unterschrie- ben noch mit einem Stempel versehen wurde. Auch die übliche Verwendung eines Datumsstempels fehlt. Fraglich ist insofern, ob die Kopie des Anschreibens nur vom Entwurf oder von einer Zweitfertigung des Schrei- bens Stammt, oder ob das Schreiben in dieser Form überhaupt verschickt worden ist.

Jedenfalls ist das Anschreiben das einzige bekannte historische Poku- ment, das den Verfasser des Briefs aus Auschwitz,Monsieur HERMANMMW* sic), namentlich nennt und Zudem als Unterzeichner des Jectes bezeichnet.

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Begleitschreiben desHermann-Briefs, O Archiv Roger Arnould, mit freundlicher Genehmigung von Claudine Cardon-Hamet

Die Abschrift des Briefs gibt jedoch weder einen Hinweis auf den Namen eines Unterzeichners noch auf eine Unterschrift. Die Bezeichnung Mon- Sieur Hermann deutet im Franzõsi- schen aber nicht zwangsläufig auf ei- nen Familiennamen hin. Auch die Verwendung der AnredeMonsieur in Verbindung mit dem Vornamen ist üblich. Fraglich ist jedoch, warum der Verfasser einen Brief an Frau und Tochter nur mit seinem Familienna- men unterschrieben haben sollte. Pol- nische Historiker gingen jedenfalls irr- tümlicherweise davon aus, was die Interpretation undAnalyse des Briefs fünf Jahrzehnte lang bestimmte.

Der Verfasser gibt am Anfang sei- nes eigenen Briefs an, einen Brief von seiner Frau und Tochter erhalten zu