Heft 
(2017) 2/2017. Dezember 2017
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Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer

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S 23

2. 5

r.

Vier Gedenksteine vor dem Aeche- Teich in Birkenau. Der englische Text lautetJo the memory of the men, women, and children who fell victim to the Nazi genocide. Here lie ther ashes. May ther souls rest in peace.? Auf den anderen Steinen steht der gleiche Text

in Polnisch, Hebräisch und Jiddisch.

Schen abgerissene Rote Haus wurde in der Nachkriegszeit von dem Figentü- mer des Grundstücks ein neues Haus errichtet, und zwar auf den Fundamen- ten der Gaskammern. Im Jahre 2002 wurde das Gelãnde vom Vorsitzenden des franzõsischen Vad-Vashem-Komi- tees, Richard Prasquier, dem Figentü- mer für 100.000 US-Pollar abgekauft. Die Leitung des Museums Auschwitz- Birkenau ließ das Haus abreissen und errichtete eine kleine Gedenkstätte mit Frinnerungssteinen.

Am Rande dieser einstigen Ver- nichtungsanlagen entstand ein Wohn- viertel. Ich finde es beklemmend, dass nicht weit von dem Ort, an dem vor rund 75 Jahren etwa 100.000 Menschen ermordet und in Massengräbern ver-

scharrt wurden, heute wieder Men- schen wohnen und leben.

Auf alle Fälle sollten die Massen- gräber und der historische Ort des Roten Hauses bei Rundgängen auf dem Gelände der Gedenkstätte Bir- kenau nicht außen vor gelassen wer- den. Mit der Zerstörung der Vernich- tungsstätten wollten die Deutschen des Dritten Reiches ihre Menschheits- verbrechen vertuschen- es sollte Gras darüber wachsen. Das darf nicht geschehen; insofern ist die Er- haltung der historischen Orte als Ge- denkstätten von wesentlicher Bedeu- tung. Die heutigen Generationen Sollen mit eigenen Augen sehen: Da waren die Massengräber, die Ba- racken und die Gaskammern.