Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 25
der noch 75 Kilomeler in der Umge- hlng. Das wun wenn es dot brennt, wie Nehel, der Sich nach Birkenau und his nachn Auschwilz zog. Das war ſir uns im Lager nichts Neues.“
Das„Rote Haus“ war wegen der steigenden Zahl von Transporten nicht mehr leistungsfähig, und irgendwann im Juni 1 942 befahl Höß den Umbau ei- nes Zweiten Gehöfts in Birkenau zu ei- ner Gaskammer. Die Wahl fiel auf das Anwesen des Bauern Jozef Harmata. Da es weiß verputzt war, wurde es „Kleines Weißes Haus“ genannt. Es lag 800 Meter vom Roten Haus entfernt und nur ca. 100— 150 Meter von der so- genannten Zentralsauna in einem Bir- kenwäldchen, von Obstbäumen umge- ben, die im Frühjahr geblüht haben.
Höß ließ Ende August zur gleichen Zeit wie bei Bunker 1(Rotes Haus) drei
Fundament einer Pferdestallbaracke neben dem Asche-Teich bei Krematorium IV
1 L
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Baracken errichten, in denen sich die Opfer auskleiden mussten. Die Um- bauten im Innern und Außeren des Weißen Hauses gingen ähnlich wie beim Roten Haus vonstatten. Aller- dings konnten jetzt aufgrund der größe- ren Räume bis bis zu 1200 Menschen gleichzeitig in die vier Gaskammern hineingetrieben und ermordet werden.
Die Verbrennungsgruben Da die Krematorien(Vernichtungsan- lagen) II-V in Birkenau noch nicht fertiggestellt waren, wurden die er— mordeten Menschen in riesigen Mas- sengräbern in der Nähe der beiden Bunker verscharrt. Damit hatten aller- dings die Deutschen ein Problem. Der Sommer in Birkenau war 1942 sehr heiß. Der SS-Unterscharführer Pery Broad? erinnerte sich an folgende
* Pery Broad meldete sich 1941 freiwillig zur S8 und wurde 1942 nach Auschwit? abkommandiert. Dort meldete er sich auch freiwillig Zur Politischen Abteilung(La- ger-Gestapo) und hat regelmäßig an Fxekutionen mitgewirkt(siehe: Ernst Klee: Das Peronenlexikon zuum Pritten Reich. Frankfurt/ Main, 2009).


