Heft 
(2017) 2/2017. Dezember 2017
Einzelbild herunterladen

24 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer

wiesen. Die Kranken, Invaliden, Mütter mit Kindern, schwangere Frauen sowie Personen mit schwächerem Körperbau wurden mit Lastwagen in den Bunker1 (Rotes Haus) gefahren. Falls es an LKW fehlte, wurden die Deportierten zu Fuß querfeldein über Wiesen ge- führt, auf denen später Baracken des dritten Bauabschnitts(B III/ Mexiko) des Lagers Birkenau errichtet wurden.

Angekommen am Roten Haus mus- sten sich die Opfer entkleiden und wur- den anschließend in die Gaskammer ge- führt. Nach der Mordaktion musste das jüdische Sonderkommando die Lei- chen auf eisernen Loren zu einem 100 bis 150 Meter entfernten Ort fahren, wo sie in tiefen Löchern(Massengräber) vergraben wurden. Zuvor waren den Frauen die Haare abgeschnitten und allen Leichen die Goldzähne ausgebro- chen worden.

Gestank und wie Nebel Der Auschwitzhäftling Stanislaw Hant? Schildert in seinen biografischen Erzäh- lungen Zitronen aus Kanada folgende Beobachtung:Anſang 7943 heobhach tete ich, wie ein Vransport von der alten Mdenrampe zum Koten Halus(Bunker J) geflihrt wurde. Ich wlurde damals von einem Oberapo befohlen beim Bd- rackenba in BIM vogen.- Mexikco Dacharbeiten vorznehmen. Vom Dach

alus Konnte ich das ganz gut sehen.

E waren vielleicht 200 Leute Frauen, Minner und Kinder Sie wurden mil LK W tansportiert. Bei einem Vansport wollen die Lelie nicht herunterspringen. Kirzemand machte der Hahrer die Kip- pe hoch, Schmeißt die Menschen herun- ten Da Kommt das Sondericommando nd reißt den Frauen die Kleider und den Minnern die Anziige ab Pann gehen al le Lelite rein ins Halus. Einer drickt die Vr ↄu und verschraubt sie, S0wie hei ei- nem Rad zum Lenken. Danach Kommt ein SMann und Schiittet dus Gas(Z)- Klon B) hinein. Da vind allerdings Kinder lihrig geblieben, da die Gaskammern Schon voll waren. Vielleicht vechs his zehn Kinden ich weiß es nicht mehr s0 genal. Dann nimmt ein SSMann ein Kind an die Hand und das die Hand vom näch- ven Kind usw Da vind Eisenhahnschie- nen, Schmaler als normal dort gehen vie. Bis zu einem Graben, wo ein Feuer hrennt. Dann nimmt der ein Kind und Shnmeißt es v0 in das Heluen Pann eyst ein Schrei und dann wieder ruhig usw his al- le im Heuer verbrunnt vind. Vielleicht eine halbe Stunde päter Kommt dus Sonder- ommando und macht die Vür auf Pine Leiche nach der anderen wurde als der GaMmmer in die Rollwagen geschmis- ven lind zu den dortigen Oruben gefah- ren. Der Gestank verhreitete Ssich im ganzen Lager und nicht nur dort von-

*PDas Sonderkommando(SK) bestand aus jüdischen Hãäftlingen. Sie wurden gezwun- gen, die Ermordung der Deportierten vorZubereiten und die Leichname anschließend in den Krematorien Zu verbrennen. Als es diese Krematorien noch nicht gab oder die Kapazitãten nicht ausreichten, erfolgten die Verbrennungen im Freien. Dazu wurden vom SK riesige Gräben ausgehoben. Als Zeit?eugen für die Verbrechen der Deut- Schen wurden die Häftlinge in bestimmten Zeitabständen ermordet und immer wie- der durch andere Häftlinge bei den Selektionen/Zugängen ersetzt.