16 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer
Getarnt als Ferienkind überlebt
Andrei Dorobantu überlebte getrennt von seinen Eltern
Nach Fdith Erbrich, Chana Weingarten und Agnes Grunwald-Spier war mit And- rei Porobantu ein weiterer Zeitzeuge Gast bei Veranstaltungen der Lagerge- meinschaft. Er berichtete vor Schülerinnen und Schülern des Johanneums in Herborn, war in der Karl-Weigand-Schule Florstadt Zu Gast ebenso wie in Fried- berg im Kreishaus, als der Wetteraukreis Jugendliche verschiedener Schulen Sowie Aus?ubildende der Kreisverwaltung eingeladen hatte. Zudem sprach er am 9. November im Museum der Stadt Butzbach bei einer Gedenkveranstaltung.
Andrei Dorobantu wurde am 23. Juni 1933 in Oradea, einer Stadt im Norden Siebenbürgens, geboren. Sein Vater war Jude, seine Mutter Christin. Er überlebt die deutsche Besatzung, getarnt als Ferienkind bei der Tante seiner Mutter am anderen Ende der Stadt. In Oradea(deutsch: Großward- ein; ungarisch: Nagyvarad) lebten 29.000 Jüdinnen und Juden, 3.500 von ihnen überlebten den Holocaust.
Im Friedberger Kreishaus erõffnete SozZialdeZernentin Stephanie Becker-
Andrei Dorobantu mit zwei Jugendlichen der Karl- Weigand-Schule Horstadt.
Bösch die Veranstaltung, zu der neben Schülerinnen und Schülern der Sing- bergschule Wölfersheim und der Ge- Samtschule Konradsdorf auch Auszubil- dende der Wetterauer Kreisverwaltung in den Plenarsaal gekommen waren. Frau Becker-Bösch erinnerte an die hi- Storischen Umstände der Pogromnacht, in der die Nationalsozialisten und ihre Helfershelfer„die Maske der Bürger- lichkeit fallen ließen und den Moh mit mõyderischer Offenheit auſforderten, Pogrome zu hegehen.“ In der Presseer- klärung der Kreisverwaltung wird erinnert, dass ab 1933 die deutsche Regierung sy- Stematisch gegen Minderhei- ten hetzte, sie diskriminierte und auch gesetzlich aus— grenzte.„Schdindich niedrig war die Zahl deren die alcti- ven Widerstund geleistet ha— hen.“ Auch heute gebe es wieder Politiker, die offen mit rassistischen und diskri- minierenden Parolen für sich Werbung machten.„Wer ge- gen Hremde agitiert weil vie nicht unsere Religion, nicht


