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(2017) 2/2017. Dezember 2017
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Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 11

Hanitschka-jung, Schön und gesund Begegnung nach 70 Jahren: Trude Simonsohn-Chana Weingarten

Was als am Rande ihres Besuchs lie- gend erschien, erwies sich für Chana Weingarten als Höhepunkt ihrer Vor- tragsreise in Hessen Anfang Juni. Sie hatte sich auf Vermittlung der Journali- stin und Autorin Hannelore Brenner- Wonschick bereit erklärt, für einige Ta- ge nach Bad Nauheim zu kommen, um in Schulen zu sprechen und während ei- ner Abendveranstaltung über ihr LKe- ben zu berichten. Auf der Fahrt vom Fughafen nach Bad Nauheim erwähn- te Sie, dass in Frankfurt wohldie Frau Simonsohn lebe. Ihr habe sie viel zu verdanken und vielleicht sei es mõglich, Sie Zu treffen. Ein telefonischer Kontakt mit Frau Simonsohn war rasch herge- Stellt. Sie erinnerte sich sofort an Frau Weingartens Mädchennamen Hanka Wertheimer und sagte ein Teffen auf einen Kaffee nachmittags in zwei Tagen zu. So trafen sie, Irude Simonsohn(90) und Chana Weingarten(88), an einem

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Trude Simonsohn(rechts) mit Chana Weingarten und Uwe Hartwig.

Juni-Nachmittag in Frankfurt zusam- men. Es begrüßten sich zwei fröhliche alte Damen, die sich nach Jahrzehnten Sofort erkannten und anfingen, von den alten Zeiten zu sprechen. Erst von den guten, dann von den bõsen Zeiten.

Chana Weingarten wurde 1929 als Hanka Wertheimer, Kind jüdischer Eltern in Znaim, Südmãähren, geboren. 1943 wird sie ins Ghetto Theresienstadt verschleppt, 1944 nach Auschwit? und von dort nach sechs Wochen nach Neu- engamme und im März 1945 nach Bergen Belsen, wo sie ihre Befreiung erlebt. Ihr Vater wird 1 942 in Pachau er- mordet, ihre Mutter stirbt vier Wochen nach der Befreiung in Bergen-Belsen an den Folgen der Lagerhaft. 1930 war Hankas Schwester nach Palästina aus- gereist. Völlig mittellos schlägt sich Hanka Wertheimer allein nach Prag durch. Hier bereitet sie ihre Ausreise nach Palästina vor. Eine Tuberkulose