2 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer
Menschen Konnten sie hervorrufen ind nur Menschen Können sie verhindern“ (Prof. Wladyslaw Bartosꝰewski).? Neben dem Besuch des Stammla- gers Auschwitz I war auch der Besuch des Vernichtungslagers Birkenau (Auschwit? Il) sowie der Besuch der Stadt Oswiecim geplant. Der Tag im Stammlager hat mir gezeigt, wie viele Menschen sich für dieses Thema inter- essieren— der Besucherandrang belief sich im Jahr 2015 auf über 1,5 Millio- nen Menschen, für das Jahr 2016 wird er sogar auf ca. 2 Millionen geschätzt. Ich finde es besonders wichtig, wenn in der Schule das Thema Natio-
Die ⁊ynische Redewendung„Arbeit macht freiꝰ stand über den Tor zum Stammlager Auschwitz.
nalsozialismus behandelt wird, dieses mit einem Besuch einer Gedenkstätte zu verbinden. Nur so haben die Schü— lerinnen und Schüler die Möglichkeit, ein KZ— als Ausformung des unbe- grenzten Terrors— selbst zu sehen. Auschwit?z als das größte in allen drei Bereichen(Konzentrationslager, Ver- nichtungslager und Arbeitslager) ist insofern gut geeignet, als dass sich ei- ne große Bandbreite an Lerngelegen- heiten bietet.
Der Tag im Stammlager begann mit einer Führung durch das ehema- lige KZ-Gelände. Doch schon auf dem Fußweg dorthin waren die Spuren der
2Wladyslaw Bartos?ewski war ein polnischer Historiker(1922— 2015), der sich dem Widerstand gegen die Deutschen angeschlossen hatte. Er wurde 1940 in Auschwit? inhaftiert, 1941 schwer krank entlassen. Seine historischen Werke beschäftigen sich vor allem mit der Auseinandersetzung mit der Shoa aus polnischer Sicht, aber auch die Bezichungen zwischen Polen, Juden und Deutschen. Er veröffentlichte mehr als 40 Bücher und 1200 Artikel in unterschiedlichen Sprachen.


