Heft 
(2016) 2/2016. Dezember 2016
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Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 8

groß die Akzeptanz für ß Solche Strafprozesse heu- te ist- also mehr als 70 Jahre nach EFnde des Zweiten Weltkrieges.

Oder wie es Tobias Reckeweg zusammenfas- send formuliert:Pomi- niert in der BevölMerung eher die Ansicht dass die Angelklugien nicht anders handeln Konnten, mehr oder weniger Mitldufer wvren lind helle Sowieso zu alt flr ein Verfuhren vind lind dass ein Schlussstrich gezogen werden mlussꝰ Oder wird der Argumen- tution Hrilz Baues gefolgt dass jeder Be- teiligie in Auschwilz ein Zahnrad im Ge triebe einer Mordmaschinerie war und vichn deswegen für seine Jaten zu verant- worten hatꝰ

Gerichtstag über uns selbst Ausgangspunkt von Reckewegs Arbeit ist die Intention, mit der der Hessische Generalstaatsanwalt Frit? Bauer vor mehr als 50 Jahren den großen Frank- furter Auschwit?-Prozess(1963 1965) in die Wege geleitet hatte. Mit dem An- spruch Gerichtstag halten über uns velhst initiierte Frit? Bauer damals das bis dato größte und auch öffentlich Stark wahrgenommene Strafverfahren gegen deutsche NS-Täter der soge- nannten Endiõsung der Mudenfrage vor einem deutschen Gericht, führte Reckeweg aus.

Bauer war es wichtig, den gesell- schaftlichen Konsens aufzubrechen, nach dem nur wichtige nationalsozialis-

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Tobias Reckeweg beim Vortrag im WoO-Treff Bad Vilbel

tische Parteikader und die Funktionse- lite verantwortlich gewesen für die Ver- brechen. Er wollte zeigen, dass der Ho- locaust erst mõglich wurde, weil ein großer Teil der Bevölkerung zu aktiven Mittãtern wurde. Der Prozess sei nicht nur' eine Frage der damals 22 Ange- klagten, sondern für alle 70 Millionen Deutsche, hatte es Fritz Bauer in einem Rundfunkbeitrag 1 964 pointiert zusam- mengefasst.

Und Reckeweg zitiert in seinem Hx- posee weiter Frit? Bauer: Was wir den Leliten Sagen in diesen Prozessen und ws die tiefe Lehre dieser Prozesse it ind was die Leile nicht héren wollen, das ist, dass es in unserem Leben eine Grenze gibt, wo wir nicht mehr mitma- chen dürfen, also dass plõtzlich ein Pinkt Kommt, also wo es wirklich lim der Menschheit große Gegenstinde geht lim Leben uind Vod, wo von lins verlangt wird, etwus zi ln, wus lnmenschlich ist ind alle Wirde verletzt. Und was wir hier nn missen, ind was Seit, nicht nur Seit nelinzehnhundertvierundsechzig