16 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer
Auschwitz-Birkenau 009) mit einmontiertem Foto von 1945.(Www.airquad. de über wikipedia)
Alle haben das gleiche Besuchsrecht: der nach Erklärungen Suchende, der wissen Wollende, was war und wies war, der touristische Sammler von Se- henswürdigkeiten oder von Stätten des Weltkulturerbes, wie der auf Sen- Sation aus Seiende.
Die Gruppenführungen mit ver- pflichtender Kopfhörernutzung sind eine Chance: Man kann sich in das vom Guide direkt ins Ohr Berichtete Zurückziehen“, ein wenig nach eige- nem Interesse Bilder, Texte oder Ge- genstände genauer betrachten oder auch einige Schritte abseits stehen oder gehen, um in Ruhe zu hören oder nachzudenken.
Die Gedenkstätte hat auch zu kämpfen mit Diebstählen von Uber- resten der Lager. Spektakulär war der Raub der Jor-Uberschrift„Arbeit macht frei“. Es gibt aber auch „Sammler“, die ein Stück für die häusliche Andenken- oder Erinne-
rungsecke suchen— wie den Stein von der Akropolis— oder die Uberreste sammeln, um daheim den Bericht über die Fahrt zu illustrieren. Neu und provisorisch aufgestellte Hin- weisschilder im Bereich des Lagerab- schnitts Kanada(in Birkenau) weisen darauf hin.
Wir können froh sein, dass Ausch- wit? in?wischen weithin Bestandteil des Weltwissens geworden ist— viel- leicht auch Teil des Weltgewissens. Was der Welt gehört, will von ihr auch be- Sessen werden. Nur Religionen, Mon- archien und Piktaturen haben ihre Ge- heimnisse und ihre verbotenen Zonen.
Die Gedenkstätte kann sowohl per gebuchter, kostenpflichtiger Führung, als auch individuell zu je— weils festgelegten Zeiten besucht werden. Auskünfte finden sich über das Internet-Portal der Gedenkstätte wwWw. auschwitz. Org. pl.
Uwe Hartwig


