Heft 
(2015) 1/2015. Dezember 2015
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16 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer

Auschwitz-Birkenau 009) mit einmontiertem Foto von 1945.(Www.airquad. de über wikipedia)

Alle haben das gleiche Besuchsrecht: der nach Erklärungen Suchende, der wissen Wollende, was war und wies war, der touristische Sammler von Se- henswürdigkeiten oder von Stätten des Weltkulturerbes, wie der auf Sen- Sation aus Seiende.

Die Gruppenführungen mit ver- pflichtender Kopfhörernutzung sind eine Chance: Man kann sich in das vom Guide direkt ins Ohr Berichtete Zurückziehen, ein wenig nach eige- nem Interesse Bilder, Texte oder Ge- genstände genauer betrachten oder auch einige Schritte abseits stehen oder gehen, um in Ruhe zu hören oder nachzudenken.

Die Gedenkstätte hat auch zu kämpfen mit Diebstählen von Uber- resten der Lager. Spektakulär war der Raub der Jor-UberschriftArbeit macht frei. Es gibt aber auch Sammler, die ein Stück für die häusliche Andenken- oder Erinne-

rungsecke suchen wie den Stein von der Akropolis oder die Uberreste sammeln, um daheim den Bericht über die Fahrt zu illustrieren. Neu und provisorisch aufgestellte Hin- weisschilder im Bereich des Lagerab- schnitts Kanada(in Birkenau) weisen darauf hin.

Wir können froh sein, dass Ausch- wit? in?wischen weithin Bestandteil des Weltwissens geworden ist viel- leicht auch Teil des Weltgewissens. Was der Welt gehört, will von ihr auch be- Sessen werden. Nur Religionen, Mon- archien und Piktaturen haben ihre Ge- heimnisse und ihre verbotenen Zonen.

Die Gedenkstätte kann sowohl per gebuchter, kostenpflichtiger Führung, als auch individuell zu je weils festgelegten Zeiten besucht werden. Auskünfte finden sich über das Internet-Portal der Gedenkstätte wwWw. auschwitz. Org. pl.

Uwe Hartwig