Heft 
(2015) 1/2015. Dezember 2015
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12 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer

für die Archivierung im Bertha-Pap- Penheim-Haus übergeben.

Das Neu-Isenburger Stadtober- haupt legte bei der Besichtigung des Stammlagers einen Kranz an der Todeswand(Schwarze Wand) im Hof zwischen Block 10 und 11 nieder. In ei- nem Bericht schrieb er als Gesamtein- druck der Studienfahrt:Diese Reise hat lins allen sehr viel gegeben, sie wur eine der wichtigsten des Neu-benburger Geschichtsvereins. Nach der Erfah- rung dieser sechs Tage in Polen kündig- te er an, für 2017 eine Fahrt von Neu- Isenburger Jugendlichen nach Ausch- wit? Zu organisieren. Für 2016 ist die IBs in Oswiecim bereits ausgebucht.

Auch einige der anderen Studien- fahrten aus diesem Jahr werden ver- mutlich in den kommenden Jahren zu Nachfolgeprojekten führen, teilte Uwe Hartwig in der Mitgliederver- sammlung mit.

Viele Besucher, kaum noch Zeitzeugen

Weiter berichtete er über die großen Besuchermengen, die in Auschwit? zu verzeichnen sind, und die sich daraus ergebenden Probleme. Zunehmender Diebstahl von Uberresten in beiden Gedenkstätten(Stammlager und Bir- kenau), Vandalismus gegenüber den Objekten und auch pietãtloses Verhal- ten der Besucher führen vor allem beim Zugang zum Stammlager zu sehr Scharfen, bisweilen kleinlich wirken- den und vor allem zeitaufwändigen Kontrollen.

Die LGA und ihre Studiengruppen sind in der Gedenkstätte jedoch stets

gern gesehene Gäste und können auch immer mit Besuchen im Archiv bei Frau Lesniak und in der Kunstsamm- lung bei Herrn Kaplon Finblicke bie- ten, die anderen Gruppen und Finzel- besuchern nicht offen stehen.

Schwieriger wird es dagegen für künftige Fahrten, Ireffen mit Uberle- benden zustande zu bringen. Diese Zusammenkünfte waren für viele ein Hauptmotiv für die Teilnahme an ei- ner Studienfahrt. Auch die IBS hat nur noch zu wenigen Uberlebenden Kontakt, die sie direkt einladen kann. Andere, die weit weg von Oswiecim wohnen, stehen nur dann zur Verfü- gung, wenn sie aus anderen Gründen in der Gedenkstätte sind.

Besuch von Auschwitzern Neben den Studienfahrten zählten 2015 auch wieder regelmäßige Veran- staltungen an Gedenktagen und vor allem Veranstaltungen mit Uberleben- den in Schulen und in der Wetterauer Offentlichkeit zu den Arbeitsschwer- punkten der KGM. So las bei einer Ko- operationsveranstaltung mit dem Kul- turamt Bad Vilbel am 9. Februar der Autor Reiner Engelmann aus seinem BuchDer Fotograf von Auschwitz Dds Leben des Wilhelm Brasse. Vor seinem Tod im Jahr 2012 stand Wilhelm Brasse mehrfach in Ausch- wit?z den Teilnehmern von LGA-Stu dienfahrten als Gesprächspartner zur Verfügung.

Am 9. November war in Butzbach Hein? Hesdörffer auf Finladung der Stadt und der Lagergemeinschaft Eh- rengast bei der traditionellen Gedenk-