Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 13
Waclaw Dlugoborski, Uberlebender von Auschwitz, beim Vortrag vor Teilnehmern der Studienfahrt, die das Hessische Institut für polit. Bildung mit der LGA durchführte.
feier Zum Jahrestag der Novemberpo- grome von 1938. Der rund 45 Minuten lange Film Schritte ins Ungewisse Zeich- nete Stationen seines Lebens nach. Zu- dem berichtete der heute 93-Jährige, wie er die Haft in Auschwit? und die Todesmärsche überlebt hat, während Bruder und Mutter ermordet wurden. Mit Eva Pus?tai in der ersten Jah- reshälfte und mit Anita Lasker-Wall- fisch Anfang November waren zwei weitere Uberlebende von Auschwitz zu Gast, die in sehr bewegenden Ver- anstaltungen berichteten und sich anschließend den Fragen aus dem Pu- blikum stellten. Bei diesen Vortrags- reisen legten wir auch immer Wert darauf, dass die Zeit?eugen auch Schu- len besuchen konnten und Jugendli- che mit ihnen ins Gespräch kamen. Beteiligt war die KGA auch an zwei Veranstaltungen, bei denen das von Bettina Leder verfasste Buch
Lalingers— Eine Hamiliengeschichte aus Meutschland vorgestellt wurde. Dies war einmal am 31. Mai im Schau- Spiel in Frankfurt sowie am 15. Novem- ber in der Stadtbibliothek Bad Vilbel. EFin Teil dieser Präsentationen war je- weils ein Gesprãch mit dem 96 jãhrigen Wolfgang Lauinger, der als Halbjude, Swingkid und schwuler Mann von der Gestapo verfolgt wurde und auch noch in der Bundesrepublik wegen seines Schwulseins vor Gericht stand.
Dank an Kooperationspartner Der Umfang dieser von der Lager- gemeinschaft Auschwitz— Freundes- Kreis der Auschwitzer organisierten Veranstaltungen war nur möglich dank einiger Kooperationsvereinba- rungen. Zu nennen und zu danken sind hier den Städten Butzbach und Bad Vilbel, dem Wetteraukreis und der Eynst- Chambré-Stiftung zu Lich. Der Vorstand dankte aber auch den Mitgliedern und Unterstützern für ihre Spenden und Beiträge sowie ihr Engagement. So war es auch 20135 möglich, namhafte Geldbeträge an die Hãäftlingsklubs in Warschau, Krakau und Zgorzelec und an die Ambulan?z in Krakau zu schicken. Diese materi- elle Hilfe war neben dem Bewusstsein um die Schicksale der im PDritten Reich Verfolgten und ihrer Angehöri- gen seit Gründung unseres Freundes- kreises ein Hauptanliegen, für das sich Hermann Reineck als Initiator der LGA stets eingesetzt hat.„Wir vind Sol“, s0 Uwe Hartwig zum Schluss Seines Jahresberichtes,„dass wir auch diese Aufgabe weiter erfiillen Können.“


