Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 11
Die Fahrt Anfang Oktober führte die KGA durch in Kooperation mit der Hesischen Landeszentrale für po⸗ litische Bildung— Keferat No-COedeni- vtten. Diese Studiengruppe besuchte auch Warschau. Die Journalistin Gabriele Lesser war an zwei Tagen kompetente Stadtführerin. Sie ist Ex- pertin für die Gedenkkultur, kennt sehr genau die Geschichte Polens und gab viele interessante Finblicke in die polnisch-jũdische Geschichte.
Mit Neu-Isenburgern in Auschwitz Die letzte offen ausgeschriebene Fahrt dieses Jahres war ein Koopera- tionsprojekt mit dem Geschichtsver- ein Neu-Isenburg und seinem Vorsit- zenden, Bürgermeister Herbert Hun- kel. Die Stadt hat eine besondere Be- ziehung zu Auschwitz. In Neu-Isen-
burg steht das Gebäude des 1907 vom Jüdischen Frauenbund unter Berta Pappenheim eröffneten Heims für so- zial entwurzelte jüdische Mädchen, für unverheiratete Schwangere und ledige Mütter mit ihren Kindern. 37 Kinder und Jugendliche sowie weite- re 40 Bewohnerinnen des Heims wur- den 1942 nach Auschwit? verschleppt.
Die Stadt Neu-Isenburg hat das ehemalige Heim vor knapp Zwanzig Jahren als Gedenkstätte hergerichtet, die nach Berta Pappenheim benannt ist. Die bei einem Projekt der Stadt er- stellte gut dokumentierte Namensliste der aus Neu-Isenburg verschleppten Jüdinnen und Juden war zuvor schon an das Archiv der Gedenkstätte ge- schickt worden. Dort war die Kiste überprüft worden und beim Treffen konnte Krystyna Lesniak wichtige Er- gänzungen an Bürgermeister Hunkel
In Auschwitz trafen die Neu-Penburger auch mit dem S4-jährigen Emanuel Elbinger(I. Reihe 3. v l.) Z7usammen. Er erzihlte, wie er mit Eltem und Geschwistern sich als jüdische Familie wůhrend des Krieges verstecken musste- oft verteilt auf verschiedene Unterkünfte. Die Mutter und eine Schwester haben das Kriegsende nicht überlebt. Bürgermeister Herbert Hunhel dank- te ihm für seine Schilderungen, besonders weil bemerkbar war dass ihn dies vchr belastet.


