Heft 
(2010) 2/2010. Dezember 2010
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14 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer

Eine andere Art der Erinnerung Restaurierungsarbeiten in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau

Prinnern bedeutet auch, dem Museum Auschwit? zu helfen und zu ermöglichen, historische Gebäude oder Gegenstände zu erhalten und zu renovieren bzw. zu restaurieren. Pabei sind die Ansprũche sehr hoch, es geht Zum Beispiel bei der Nach- bildung oder Ausbesserung eines Betonstücks nicht nur um eine wiederhergestellte Optik, sondern auch um eine mõglichst originalgetreue Materialverwendung. Hier- zu müssen alte Materialien analysiert und dann aufwãndig nachgebildet werden. Aus diesem Grund gibt es im Museum Auschwitz„hinter den Kulissen“ moderne Labors und hochqualifizierte Menschen, die dort arbeiten. Port kann man angewandte und zugleich forschende Chemie, Biologie und Physik erleben. Wegen der speziellen Auf- gaben wird vielfach Neuland betreten.

Die Lagergemeinschaft Ausch- wit?(LGA) unterstüt?t solche Restaurierungsarbeiten und Besu- chergruppen können?.B. die in Bronze gegossenen Abdrucke von vormals aus Holz oder Gips ange- fertigten Kunstwerken besichti- gen. Um diese hatte sich schon vor rund zZwei Jahrzehnten der Auschwitzhäftling, Gründer und langjährige Präsident unserer

Di Sandale e eines ermordeten Häftlings vird vor

dem Zerfall bewahrt. Fotos: Stamm

LGA, Hermann Reineck, geküm-

mert. Dank seiner Initiative entstand s0 über Jahre hinweg die heute umfangrei- che Sammlung dieser Kunst- b?w. Doku- mentationswerke.

Erst kürzlich hat die LGA wieder Gelda an das Museum nüberwiesen⸗ damit

Diethardt Stamm ũpergibt einen 1000-Euro- Gutschein: an Jan Kaplon, die Dipl.- Restauratorin(Ff) Margrit Bormann und den Restaurator für Steine und Metall Magister Andrzej Jastrzebiowski(von links nach rechts)

ein Bild des Hãftlings S. Mirecki vor dem Zerfall bewahrt wird. Das Vorstandsmit- glied Diethardt Stamm spendete sein Preisgeld für die Auszeichnung als langjährig ehrenamtlich Tätiger und die LGA legte denselben Betrag dazu. S0 kam die Summe von 1000 Furo zustande, die aus- reicht, dieses alte Gemãäl- de wieder originalgetreu der Offentlichkeit zu— gänglich Zzu machen.

An dem zu restaurie- renden Bild sieht man ak- tuell breite Risse in der Pappe im mittleren Bild- bereich sowie Defekte an den Seiten mit zahlrei- chen Fehlstellen des