12 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer
politischem Druck aus Deutschland und anderen europãischen Staaten in einem Rücknahme-Abkommen' be- reit erklärt, auch Roma-Flüchtlinge wieder aufzunehmen.
(..) Das Abschiebungsabkommen betrifft auch Menschen, die mehr als zehn Jahre in Deutschland leben, da- runter Kinder, die hier geboren sind, und die außer Romanes nur Deutsch sprechen. Wir fordern mit Nachdruck von staatlichen Vertretern auf allen Ebenen(Abgeordneten aller Parla- mente, Innenministern, Bundesregie- rung usw.) einen sensibleren Umgang mit den Angehörigen von Gruppen, die während des Faschismus verfolgt wur- den. Es wirkt unglaubwürdig, wenn wir heute den faschistischen Völkermord an Jũdinnen und Juden und an Sinti und Roma als Verbrechen brandmarken und verurteilen, aber den Angehörigen dieser beiden Verfolgtengruppen einen vorbehaltlosen Schut?z verweigern. Weil ein Leben in Sicherheit und Würde im Kosovo für Minderheitenangehörige nicht gewährleistet ist, müssen die Roma-Flüchtlinge einen sicheren Auf- enthalt in Peutschland erhalten.“
Aufrut᷑ jetzt unterschreiben
Vertreten durch unseren Vorsit?en- den Uwe Hartwig haben wir als Lager- gemeinschaft Alschwilz PrelundesKreis der Auschwitzer diesen Aufruf unter— schrieben. Wir fordern auch alle ande- ren Mitglieder sowie Sympathisanten dazu auf, ihn ebenfalls zu unterschrei- ben. Er ist im Internet auf der Home- page des HMichtlingsrutes Niedersuchsen unter„www. nds-fluerat. org/keine-ab- Schiebung-von-roma-fluechtlingen/“ zu finden. Er kann auch schriftlich ange- fordert werden beim Flüchtlingsrat Nie- dersachsen, Langer Garten 23 B in
31137 Hildesheim, Iel.(05121) 15608.
„Hier geblieben“
Der Zentralrat Pelutscher Sinti und Koma hat im November an die Innen- minister der deutschen Länder appel- liert, die Abschiebung von Roma in den Kosovo zu stoppen. Die Men- Schenrechtsorganisation Pro As)yl for- dert generell mit der Kampagne„Hier geblieben“ das„Recht auf Bleibe- recht“ der in Deutschland lebenden langjährig Geduldeten, die immer mehr ins gesellschaftliche Abseits ge- drängt werden. 86.000 Menschen le-— ben der?eit hier in stãndiger Angst vor der Abschiebung, Zwei Drittel von ih— nen länger als sechs Jahre.
Gefordert wird eine bundesgesetz- liche Bleiberechtsregelung,„die sich an den Realitäten der in Deutschland lebenden Menschen orientiert und auch in Zukunft den langjährig hier Lebenden eine wirkliche Perspektive eröffnet“. Pro As)1 fordert eine un— bürokratische und großzügige Bleibe- rechtsregelung und eine gleichberech- tigte gesellschaftliche Ieilhabe
für Alleinstehende, die seit fünf
Jahren in Deutschland leben
für Familien mit Kindern, die seit drei Jahren in Deutschland leben für unbegleitete minderjährige
Flüchtlinge, die seit Zwei Jahren
in Deutschland leben
für Iraumatisierte für Opfer rassistischer Angriffe.
Gewichtige humanitäre Bedenken Bei ihrer Konferenz am 18. und 19. November 2010 haben sich die deut- schen Innenminister„immerhin zu einer Minimallösung für'integrierte Jugendliche' durchgerungen“, kom- mentiert Pro As)l das Ergebnis. Sie ist


