Heft 
(2010) 2/2010. Dezember 2010
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Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 3

Dieses Foto aus dem Auschwitz-Album führte Imre Lebovits bei den Vorträgen seinen Zuhörern vor Augen: Es zeigt die Jungen Sril und Selig Jacob und andere ungarische Juden bei ihrer Ankunft in Birkenau. Finige Stunden spãter starben alle qualvoll in einer der Gas- kammern des deutschen Vernichtungslagers.

Foto-Pokumenten ist die Ankunft ei- nes Deportations?uges in Auschwit?z- Birkenau festgehalten. Imre Lebovits zeigt das Foto mit zwei Jungen, die typisch ungarische Mäntel und Kopf- bedeckungen tragen. Es handelt sich um Lili Jacobs Brüder Sril und Selig. „Wenige Stunden später starben diese beiden Jungen und die meisten anderen des Hranzports in einer Gaskammer von Birkenau“, kommentiert er knapp.

Die„Judenretter“ Ausführlich ging Imre Lebovits auf seine Forschungen zur geschichtlichen Aufarbeitung der Schicksale ungari- Scher Juden sowie deren Retter ein. Ne- ben dem bereits erwähnten Kapitän Horvath nennt er insbesondere Tibor

Almãäsy, der als Oberleutnant der unga- rischen Armee Juden vor der Depor- tation in die Vernichtungslager rettete, indem er ihre Unterkünfte als von Flecktyphus verseucht kennzeichnete, S0 dass die deutschen Besatzer und ihre ungarischen Helfershelfer aus Angst vor einer eventuellen Ansteckung sie unbeachtet ließen. Juden gerettet haben auch Sära Salkahäzi, die kaholische Schwester Margit Slachta und der evan- gelische Pfarrer Gabor Szthelo. Sie führte Imre Lebovits als Beispiele von weiteren Helfern an, denen er in seinem 2007 auf ungarisch erschienen Buch ein Denkmal gesetzt hat.„Ich finde diese Arbeit notwendig“, sagt der Ingenieur und Okonom, der sich seit seiner Pen- sionierung intensiv mit den„Judenret-