Heft 
(2009) 2/2009. Dezember 2009
Einzelbild herunterladen

2 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer

anwalt zitierte:Was soll man machen, wenn ein ganzes Volk bockt?

Dagegen machten die meisten An- gehörigen von Wehrmacht und S8, die damals die Verbrechen des Deutschen Reiches in die Tat umsetzten, im Nach- kriegsdeutschland erneut Karriere. Ih- reAmtszeit als Vollstrecker von Kriegsgräuel und Massenmord, ihre Dienstzeiten als funktionierende Aus- führende der zur Staatsdoktrin erho benen Menschenvernichtung wurden und werden auch heute nochselbst- verständlich auf die Renten- und Pensionsansprüche angerechnet.

Dies wissen die ehemaligen KZ- Häftlinge sehr wohl. Umso erstaun- licher ist ihre Bereitschaft Zzur Versöh- nung und Verständigung mit uns- den Nachgeborenen der Tätergenerationen. Auch ehrt uns ihr Vertrauen, mit denen sie uns ihre Schicksale schildern um zu mahnen, für Menschenrechte und Demokratie einzutreten.

Die Hilfe der Lagergemeinschaft AlisChwit?- FreundesKreis der Alsch witzer für ehemalige KZHäftlinge in Polen erfolgte im ersten Jahrzehnt nach Gründung unseres Vereins vor allem durch den Transfer von Lebens- und Arzneimitteln sowie medizini- Schem Gerät und Bedarf für die Pflege von Kranken. Das Geld stammte aus Sach- und Geldspenden. Um diese zu sammen zu bekommen, waren Her- mann und Anni unermüdlich aktiv und motivierten ihre Mitstreiter. So entstanden sehr viele Begegnungen zwischen Kindern und Enkelkindern der Tätergeneration und ehemaligen Häftlingen und Verfolgten, die vom Dritten Reich alsUntermenschen undunwertes Leben der Vernich- tung preisgegeben waren. Diese zunächst oft nur auf informeller, Sprich

Im Jahr 2000 wurden folgende Be- träge an Häftlinge in Polen über- wiesen:

1200 Furo Glub Zgorzelec

2500 Furo Club Krakau

4500 Huro Club Warschau

4000 Ambulanz Krakau

privater Ebene stattfindenden Teffen wurden schließlich durch Studienfahr- ten nach Auschwitz vertieft-Zu Zeiten als es geradezu verpönt war, nach Polen und besonders nach Auschwit? zu fahren.

Selbstverstãndlich ist auch der aktu- elle Vorstand den selbst gestellten Auf- gaben des Vereins verpflichtet. Die Schwerpunkte sind:

⸗Wir unterstüt?zen ehemalige Häft- linge und deren Angehörige.

Wir unterhalten enge Verbindun- gen zu den Organisationen des Ge denkens an die Opfer und zur Wah- rung der Brinnerung an Auschwitz.

Wir sind Mitglied im Internationa- len Auschwit? Komitee.

Wir organisieren Spenden zur Finanzierung von Forschung und Mu- Seumsarbeit.

»Wir sprechen mit Jugendlichen in Schulen und Finrichtungen.

⸗Wir arbeiten mit Institutionen der außerschulischen Jugend- und Erwach- Senenbildung Zusammen.

Wir bieten Studienfahrten nach nach Auschwitz an, aber auch zu ande- ren Stãtten des Naziterrors.

⸗Wir veranstalten Vorträge, Ausstel- lungen und Fahrten zu Gedenkstätten und Lagern.

Ohne Spenden können wir als ge- meinnüt?iger Verein diese Aufgaben nicht bzw. nur in geringem Umfang lei-