Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 1
Uber Auschwitz darf kein Gras wachsen Bitte um Weihnachtsspende für ehemalige KZHãäftlinge
Hiebe Vereinsmitglieder, Freundin- nen, Freunde und Unterstützer,
am 9. Januar dieses Jahres wäre un- Ser Vereinsgründer Hermann Reineck 90 Jahre alt geworden. Der Geburtstag von Anni Roß- mann-Reineck jährt sich am 28. Dezember 2000 zum 90. Mal. Der aus Wien stam- mende Her- mann und die im hessischen
Fronhausen geborene Anni lernten sich Hermann Reineck 1965 in Frank- 9. 1. 1919 29. 12. 1995) furt kennen.
Hermann sagte damals als Zeuge im Auschwit?-Prozess aus, und Anni ge- hörte zum Kreis derjenigen, die den ehemaligen Häftlingen während ihres Aufenthalts in Frankfurt betreuend zur Seite standen.
Dieses Zusammentreffen war in gewisser Weise die Voraussetꝰung, dass 1980 die Lagergemeinschaft Ausch witz FrelindesKreis der Aluschwitzer ge— gründet werden konnte. Nach dem Vorbild von Kameraden in Osterreich wollte Hermann Reineck nach seiner Ubersiedlung nach Deutschland auch hier in einem Verein Mitglieder und Sympathisanten organisieren, die sich gegen die weit verbreitete Schluss- Strich-Mentalität zur Wehr setzen. „Uber Auschwitz darf kein Gras wach- sen“, lautet noch heute das Credo un- Seres Freundeskreises.
Zweites großes Anliegen von Her- mann und Anni war es, den KZ-Kame- raden in Polen und anderen osteuropãi- schen Ländern, denen es wirtschaftlich alles andere als gut ging, zu helfen. Die Sogenannte „Wiedergut- machung“ und Entschädigung durch die Bun- desrepublik (als Nachfolge- Staat des Prit- ten Reiches) und die deut- Schen Wirt- Schaftsunter- nehmen, die Anni Roßmann-Reineck mit der Aus- Es. 12. 1919„12.4. 2004) beutung der Zwangsarbeiter und der mörderischen„Vernichtung-durch-Ar- beit“Ideologie große Profite gemacht hatten, ist bekanntlich ein trauriges, ge- rade?u Zynisches Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte. Die Leistungen kamen spät für sehr viele zu spät, da Sie Schon gestorben waren-, und waren un?ureichend angesichts des erlittenen Unrechts. Nur in sehr wenigen Fällen beruhten Zahlungen auf Reue und Fin- Sicht, vielmehr erfolgten sie- wie das würdelose Geschachere um die Ent- Schädigung der Zwangsarbeiter deut- lich Zeigte-Zumeist nur auf internatio- nalen Druck und aus Rücksicht auf die wirtschaftliche und politische Rolle Deutschlands in der Welt.
„Verfolgte wurden zu Bittstellern, zu Unglaubwürdigen, zu Unwürdigen erniedrigt“, wie die Wochenzeitung Die Zeil einmal schrieb und einen Sühne-


