Heft 
(2008) 2/2008. Dezember 2008
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Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 11

An einem Sonntagmorgen im Herbst 1941

Jahrestag der Deportation Frankfurter Juden ins Getto Lod?

Am 79. Oktober 74l wurden J. 725 al jiidisch Klassifizierte Frauen und Männer alus Franiflurt am Main ins Getto Litzmannstudt(Lodz) deportiert. Am 67. Jahres- tag dieses Freignisses lud die Lagergemeinschaft Auschwilz zusammen mit der mitiutive 9. November uind Mitverunstaltern zu einer Gedenkstunde in den Hoch— hunker an der Friedherger Anlage 5.6 ein. Dieser Bunker steht auf dem Grund- viick nd den Fundamenten der am 9. November 7936 zemtérten Synagoge der

Irdelitischen Keligionsgemeinschaft Hrankfurt am Main.

In einer Finführung skizzierte Ute Daub(nitiative 9. November) die Aus- gangssituation:„An einem Sonntag- morgen im Herbst 1941, früh um 7 Vhr, Standen SA-Leute vor den Türen Zahl- reicher Häuser und Wohnungen in Frankfurt. Deren jüdische Bewohner bekamen etwas Zeit, unter Aufsicht ei- nige Sachen zu packen, und sie wurden dann geschlossen durch die Stadt zur Großmarkthalle geführt.“ Am helllich-

ten Tag gingen sie im Konvoi durch die Stadt, während die Menschen im stum- men Spalier die Vorũberzichenden be- obachteten.„Die SA-Leute sagten, der Zug käme nach Lit?mannstadt- in ein Schr geordnetes, schönes Getto“, zitier- te Ute Daub die Zeitzeugin und Uber- lebende Lina Katz, die damals in der Verwaltung der Jüdischen Gemeinde Frankfurt täãtig war.

„Das Neue und Ungeheuerliche

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Die Synagoge der Israelitischen Religionsgemiende im Frankfurter Ostend. Nach der Zer- störung wurde auf dem Grundstück ein noch heute existierender Hochbunker errichtet