Heft 
(2008) 2/2008. Dezember 2008
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6 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer

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Eva Pus?tai hat sich auf diesem Foto wiedererkannt. Sie geht ganz rechts hinter der Kameradin mit den verschränkten Armen. Ausschnitt aus:„Das Auschwitz-Album-Die Geschichte eines Transports“(Wallstein Verlag, Göttingen, 2002)

nichts, nicht einmal Haure auf dem Kopf“, erklärte sie auf eine Nachfrage aus dem Publikum.„Sellen Sie Sich voy Sie vtehen vor einem Spiegel nd auch die Damen hahen Keine Hadre mehr auf dem Kopf Und alle haben mindestens ein Drittel ihres Köypergewichts verlo— ren“, führte sie den Zuhörern vor Au- gen. Uns hat man hehandelt wie Hunde, aher noch Schlimmer ist es den gefange- nen Rlissen lind Ukrainern ergungen.“ Fva bezeichnete sich als, eine prak- tizierende Großmutter mit vier Enkel- Kindern“, und auch Andor bekannte, dass es ihm als mehrfachen Großvater und Urgroßvater, nicht gleichgiiltig ist, was in der Welt passiert“. Die beiden Uberlebende des Holocausts lobten das Mitgefühl, Finfühlungsvermögen und die Aufmerksamkeit der Jugend- lichen, die sie bei ihren Besuchen in deutschen Schulen beobachtet haben.

„Wir hahen auch gespürt, dass die jlun- gen Menschen so elus wie Scham emp- funden haben über das, wus die Peut- Schen den Menschen angetan hahen“. Auschwit? und die insgesamt 45 Millionen Toten des Zweiten Weltkrie- ges hätten leider nicht zu einer Welt oh- ne Krieg geführt, bedauerte Fva und erinnerte an die Balkankriege in den 90er Jahren„und auch übrigens Krieg in Asien, in Afrila, Hungen Leiden, dss, Mdss lind Hass, Angst, Angst und Angst. Wir wiinschen den Jugendlichen von helle, dauss vie vich ein Lehen Schaf⸗ ſen, das durch Wissen, Weisheit, Klunst ind Kultlur geleitet wird, wo sie ihre ihigMkeiten frei zum Ausdruck hringen Kõnnen, w0 Hass lind Angst unhelannt Sind“. Mit dem pathetischen Ausruf „Ps lehe die Jugend““, beendete Eva Pus?tai in Butzbach ihren Vortrag. Hans Hirschmann