Heft 
(2008) 2/2008. Dezember 2008
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Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 8

Eva Pus?tai und Andor Franl bei der Gedenkveranstaltung im Museum der Stadt Butzbach

7A4 Stund ich im Vieh waggon an einem Gilerhahnhof und bekum zu lesen WEMAR-BUCHENWATLD. Wie ge- vgt war ich ein feißiges Kind und habe ausreichende Kenntnisse üher die deut- Sche Literatur gehabt, berichtete Eva. Als Jugendliche habe sie die Eltern be- drängt, Weimar zu besuchen:Meine Muter heruhigte mich. ei nicht linge- duldig, mein Kind, die Schlechten Zeiten gehen Schnell vorihen wir nehmen dich dann nach Weiman dort Kannst du alles mit eigenen Augen vehen und erfahren, was di iiher Goethe, Lolte, Schillen Sw. wisven willst.

A o dm 6. Auglst 7A erfiillte vich mein Wunsch.

Jch war in Weiman

Im Vieh waggon, Kahlgeschoren, in graue Hetzen gelleidet, hungrig und dreckig, nach einem Hftling gerochen aher ich wur ich. Auch damals wllssle

ich, wus mir und der Welt Goelhe gege- hen hal. Und die Schmerzhafte Erfah- rung dazu Man darf Keinen Wunsch ha hen, denn nichts Schlimmeres Kann einem ziMommen, als dass der Wuinsch in Erfiilung geht.

Von Buchenwald zur Münchmühle

Von Weimar aus kam Fva mit tau- send anderen ungarischen Jüdinnen in das Zum K?Z Buchenwald gehörende Außenlager Münchmühle bei Stadt- allendorf. Port musste sie in einer Zum Flick-Konzern zählenden Granaten- fabrik Sklavenarbeit leisten. Die Häft- lingsfrauen hatten täglich 600 bis 800 Mal ohne Hilfsmittel 50 Kilogramm Schwere Granaten zu heben und zu tra- gen. Dies ohne Schutzkleidung vor dem giftigen Salpeter und abgemagert auf 40 Kilogramm Körpergewicht.Du hdst