Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 25
empõrend schamlos, sondern entbehrt auch jeglichen Verantwortungsgefühls. Schließlich hat die Reichsbahn mit den Deportationen aus dem großen Mensch- heitsverbrechen des nationalsozialistischen Staates hohe Profite gezogen. Heute muss sich die Deutsche Bahn A6 den Vorwurf gefallen lassen, dass sie am Ge-— denken an die NSVerbrechen und an deren Aufklärung ebenfalls verdienen möchte, wenn sie beides schon nicht verhindern kann. Aus Presseberichte wissen wir, dass viele Mitarbeiter der Bahn die Initiatoren spontan und unbürokratisch unterstüt?ꝰen. Daran sollten Sie sich ein Beispiel nehmen. Uns ist es unerklärlich, mit welcher geschichtslosen Sturheit der Vorstand der DB der Initiative nicht nur Unterstüt?ung verwehrt, sondern sie auch noch mit vielen kleinen Auflagen schikaniert. Dabei nimmt der Bahnvorstand billigend in Kauf, dass seine Haltung in dieser Frage auch international auf Unverständnis stõßt.
Die verkehrspolitischen Sprecher/-innen der Bundestagsfraktionen weisen mit Recht darauf hin, dass die DB große Summen für Werbung und Imagever- besserung ausgibt. Indem sich das Bahnmanagement weigert, dem„Zug der Er- innerung“ die Trassen- und Stationsgebühren zu erlassen b?w. als Spende zurück- zuerstatten, stichlt es sich aus der Verantwortung für die eigene Geschichte und schadet seinem nationalen und internationalen Ruf.
Mit dem Argument, der Geset?geber habe einen Prlass von Kosten und Ge- bühren ausgeschlossen, versteckt sich der Bahnvorstand hinter dem Deutschen Bundestag und leugnet seine Konzernmacht, die sonst bei vielen Gelegenheiten immer sehr deutlich zutage tritt.
Wir appellieren an den Vorstand der Deutschen Bahn:
Lassen Sie die Initiative„Zug der Erinnerung“ die Gleise und Bahnhöfe kostenfrei nutzen.
Jeder Tag Ihrer Weigerung gerät Ihnen zu einem Jag der Schande und der Respektlosigkeit gegenüber den Opfern.
Es muss Sie nicht wundern, wenn Sie inzwischen mit Helfershelfern der Nazis verglichen werden.
Hochachtungsvoll Uwe Hartwig Diethardt Stamm Vorsit?ender Stellvertretender Vorsitzender
LAK empört über Haltung der Bahn A6
Die Haltung der Deutschen Bahn A6 gegenüber der Initiative„Zug der Brin- nerung“ empört die im Internationalen Auschwitz Komitee organisierten Uber- lebenden der deutschen Konzentrati- onslager zunehmend: Sowohl die finan- ziellen Auflagen als auch das Sperren von wichtigen Bahnhöfen für den„Zug der Erinnerung“ sind unverständlich
und inakzeptabel.„Die würdelose Hal- tung der Deutschen Bahn A6 gegenü- ber einem so wichtigen bürgerschaftli- chen Engagement beschädigt das Anse- hen Deutschlands und wirkt wie eine Prmutigung für Rechtsextreme in Furo- pa“ betonte IAK-Präsident Noach Flug in Rerusalem.
Presseerklärung vom d. April 2006


