Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 9
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Henryk Mandelbaum bei einem Rundgang in Birkenau mit einer Studiengruppe der LGA. Hinter ihm Vorstandsmitglied Martina Hörber.(Foto: Franco Conforti)
ge nach der Beendigung von Mord- aktionen und im Rahmen von Straf— maßnahmen der S8 selbst getötet wer- den. In einem verzweifelten Aufstand versuchten sich Sonderkommando- Häftlinge am 7. Oktober 1944 an ihren Peinigern zu rächen und die Vernich- tungsanlagen zu zerstören. Die Revol- te scheiterte und endete in einem Blutbad. Henryk überlebte sie wie durch ein Wunder. Er zählt zu den wenigen Häftlingen des Kommandos an den Krematorien, der drei Liqui- dierungen und den Sonderkomman- do-Aufstand überlebte.
Als Ende Oktober 1944 die Gas- kammern in Birkenau zum letzten Mal benutzt wurden, erwartete das Son- derkommando nun seine vollständige Liquidierung, doch gelang es den let?-
ten Uberlebenden am 18. Januar 1945 aus ihrer Isolierbaracke auszubrechen und sich unter andere Hãäftlinge in die Fvakuierungskolonnen des Lagers zu mischen. Auf dem Todesmarsch in das Konzentrationslager Mauthausen ge— lang Henryk in Jastrzebie Zdroj Schließlich die Hlucht. Er gehört damit zu den wenigen Mutigen, insgesamt neun bekannten Sonderkommando- Häftlingen, die auf dem odesmarsch flüchteten.
Nach der Befreiung immer wieder Rückkehr nach Auschwitz
Kur? nach der Befreiung Schlesi- ens durch die Rote Armee kehrte er nach Auschwit? zurück und trug als ei- ner der ersten von insgesamt fünf


