Lagergemeinschaft Auschwitz- Freundeskreis der Auschwitzer 13
zum Staatlichen Museum. Andrzej Kacorzyk erläu— terte das pãdago- gische Konzept des von ihm gelei- teten neuen„In- fernationalen Bi dunoszenums
iher Auschwitz und den FOo— caust“ Demnach Soll die auf das Jahr 1955 zurück- gehende Ausstel- lung im Stammla- ger aktualisiert
werden, wobei vor allem„der Mensch“ im Mit— telpunkt stehen soll. Um die Brinne- rungen der inzwischen betagten Hãäft- linge auch künftig zu bewahren, wer- den zurzeit Interviews elektronisch aufgezeichnet.
Zu Ehren der IGAM gab es schließ- lich einen Empfang beim Bürgermei- ster von OQswiecim, anus? Marszalek. Er sprach vor den Gästen aus Deutschland über den geplanten Ge- denk und Versõhnungshügel, der ne- ben dem Lager entstehen soll.
Zum Abschluss der Reise ver- brachte die Gruppe einen Tag in Kra- kKau, wo ein Besuch in der Ambulanz für ehemalige Häftlinge auf dem Pro- gramm stand. Diese Institution wird Schon seit langem von der LGA unter- Stützt. Imn Anwesenheit ehemaliger Häftlinge, darunter Jozef Paczynski, kKonnte Albrecht Werner-Cordt zu—
Janus?z Marszalek, Bürgermeister von Oswiecim, stellte der Grup- pe den Prospekt des geplanten Gedenkhügels vor.
sichern, dass die LGA ihren jährlichen Zuschuss von bislang 4.500 Buro auf 5. 000 Huro aufstocken wird.
Am Abreisetag gab es noch einen Vortrag von Henryk Pierzchala in der Jagiellonischen Universitätsbiblio— thek. Der emeritierte Professor der Krakauer Bergbau-AkKademie und Auschwitz-Uberlebende hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, die „Sonderaktion Krakau“ zu erfor— schen. Dabei geht es um die willkürli- che Verhaftung polnischer Professo- ren zu Beginn des Zweiten Weltkriegs. Dies lõste einen so großen Sturm der Entrüstung unter Akademikern in ganz Furopa einschließlich Deutsch- lands aus, dass die Nationalsozialisten die Mehrheit der Inhaftierten schließ- lich wieder frei ließ Giehe S. 14).
Diese europäische Solidarität kann noch heute als Beispiel dienen, betonte


