12 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer
geben, damit sie nicht Sofort vergast würde wie die meisten Kinder.
Am 7. Juli 1943 kam Birenbaum zusammen mit ihrer Schwägerin Hela nach Auschwitz. In Majdanek hatten die beiden die Gaskammer ũberlebt, weil gerade die Gaskonserven ausge- gangen waren. Bei einer Selektion vor dem berüchtigten Lagerarzt Josef Mengele konnte Halina mit ihrem ver- zweifelten Flehen ver- hindern, dass Hela ins Gas geschickt wurde, doch starb die Schwäge- rin kurze Zeit später an Iyphus. Halina über— wand ihre eigene Infek- tion, aber die Lebensbe- dingung im Lager zehr- ten s0 sehr an ihr, dass es ihr schon gar keine Mühe mehr bereitete, sich als 17 Jährige aus- zugeben.„Du siehst wie 40 aus“, Konstatierte ein SSMann. Es waren solche Einzelschicksale, die den Reiseteilnehmern das Ausmaß des Grauens von Auschwitz erst richtig nahe brachten.
Neben diesen unvergesslichen Be- gegnungen war es auch Ziel der Reit se, die Kontakte der KGAM zu polnit schen Partnern zu festigen. Leszek S?zuster, Leiter der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Oswiecim,
Bozena Kaczmarczyk im Stammlager vor den Gedenk- tafeln mit Portrãts ermordeter Auschwitz-Häftlinge
erläuterte das Konzept der Einrich— tung, in der Jugendliche sowie Er- wachsene aus aller Welt Auschwitz als „Lernort“ erfahren sollen. Die LCGM Sagte S?Zuster einen Zuschuss für die Fotoausstellung„Die andere Seite der Welt“ zu. Im dazugehörigen Bild- band äußern sich KZUberlebende und Jugendliche in kurzen Zitaten auf Polnisch, Deutsch und Englisch über ihre Eindrücke von Auschwitz. Vertieft wurden auch die Kontakte


