Heft 
(2006) 1/2006. August 2006
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26 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer

Man muss schon genau hinschauen, um die nur 10 x 10 em großen Stolper- steine zu bemerken. So wie hier in Berlin in der Zolastraße 1a. Hier wohnten einst Fritz Sternberg, Hans Achim Litten und Max Fürst.

sich an Max Fröhlichs nicht-jüdische Frau, die Schneiderin ihrer Mutter, und an sein Schicksal und bat um die Ver- legung des Steines.

⸗Oder an die Brüder Robert und Josef Strauss, die in Izbica und in Auschwit? ermordet wurden. Für sie wurden Steine vor der ehemaligen ko- scheren Metzgerei ihrer Familie in der Fahrgasse 18 gelegt. Die aus Israel an- gereisten Angehörigen erlebten die Verlegung, das von Rabbi Andrew Steiman gesprochene Kaddisch und die Anteilnahme der Umstehenden als Begräbnis. Aus demGrab in den Lüf ten war ein Ort geworden, an dem man der Ermordeten gedenken kann.

So sah es auch ein KZ-Vberle- bender in Rödelheim, der das Kad- disch für den ihm unbekannen Ferdi- nand Markus in der Flussgasse 5 sprach, damit der Tote seine Ruhe fin- den konnte.

Wichtig an dem Projekt ist, dass die Stolpersteine durch Patenschaften von Privatpersonen, Vereinen, Schul- klassen und anderen Verbãnden finan- ziert werden und nicht alles generell von einer Stadtverwaltung oder einem Großmäzen. Eine Patenschaft kostet 95 Buro. Demnig möchtedie Brin- nerung genauso in den Alltag hinein- tragen, wie die Opfer aus ihrem her- ausgerissen wurden, und genau das vermõgen diese Steine.

Unterwww. stolpersteine. com findet man alles Wissenswerte. Anfra- gen und Terminabsprachen für die Verlegung vonStolpersteinen bei Uta Franke, der Koordinatorin des Projekts, unter uta. franke Garcor.de.

Regine Wolfart urbeitet in derInitiutive Volpersteine in Frunkfurt am Main