Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 25
tenbank abgerufen werden können. Neben dem Jüdi- schen Museum erhielten wir Hinweise vom Studien- kreis deutscher Wider- stand, von Angehörigen der Opfer aus Frael und den USA, von Freunden zwischen Deutschland und Australien, von ehemaligen Nachbarn wie der Tochter des Inhabers eines Milch- geschäfts, das eine jüdische Kundin heimlich belieferte.
Mit uns unbekannten Namen fingen wir an und erhielten einen neuen Ein- druck davon, von wem un- sere Straßen einmal be- wohnt gewesen waren.
⸗Wenigstens erinnert jet?t ein Stolperstein an Karl Altschul, dem bis 1940 das Haus im Ober- weg 56 gehörte und der mit 84 Jahren nach The- resienstadt deportiert wurde.
„Oder an Max Fröhlich in der Hansaallee 12: Zweimal konnte er ent- kommen, zuerst nach Frankreich, von wo aus er es auf das Flüchtlingsschiff „St. LOuis“ schaffte. Aber Kuba gab keine Landeerlaubnis, und die Flücht- linge fuhren, vorbei an den rettenden Küsten, zurück nach Antwerpen. Max Fröhlichs zweite Flucht nach Frank- reich endete in der Deportation nach Auschwitz. Ihm als Ausländer fehlte der Schutz von hilfswilligen Franzosen, die viele Juden verstecken und retten konnten. Eine Frankfurterin erinnerte
Im Oberweg 56 in Frankfurt lebte Karl Altschul, Jg. 1887, der 1938 ins KZ Buchenwald kam, 1942 nach Theresienstadt, wo er ermordet wurde.
Stein in Frankfurt-Rödelheim, Fluss- gasse 5: Hier wohnte/ Ferdinand Markus/ Jg. 1901/ deportiert/ Auschwitz/ ermordet 31. 8. 1942


