Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 23
und der nun landesweit bekannte Rechtsradikale Marcel Wöll Zieht in das Stadtparlament ein. Im gleichen Land- kreis schafft es die NPD in die Kommu- nalparlamente von Hirzenhain, Gedern und Wölfersheim und auch in den Kreistag. Die braune Saat geht auf. We- nigstens können in einigen anderen Kommunen durch das Initiieren von politischen Bündnissen weitere Parla- mentseroberungen verhindert werden. Der braunen Gefahr wurde auch nach der Kommunalwahl durch Vorstands- mitglieder der LGA begegnet. In meh- reren Schulen kam es Zu Sonderge- samtkonferen?en der Lehrer mit
„Rechtsradikalismus“ auf der Tagesordnung. Der 2. LGA-Vorsit- zende vermittelte hierzu den Leiter des Aussteigerprogamms„Ikarus“, Vertre- ter des Staatsschutzes und der örtlichen Kripo als Referenten.
Jüngster Höhepunkt im Mai 2006: Der junge Nazi, Kameradschaftsführer und NPD-Aktivist aus Hoch-Weisel, wird NPD-Landesvorsitzender Hessen.
Fazit
Die LGA kann nicht nur der Mil- lionen Opfer der Nazis in Auschwitz und anderswo gedenken und sich um deren Angehörige und Uberlebende kümmern. Sie muss auch den neuen
Nazis und deren über Anfänge weit hinaus gekommenen Aktivitäten Widerstand entgegensetzen. Weil es ef- fektiver ist, dabei mit Bündnispartnern vor Ort und ũberregional zu kooperie- ren, arbeitet die LGA mit dem DGB und anderen Verbãnden zusammen.
Die lãndliche Idylle(Siehe Anfang) gibt es schon längst nicht mehr und es ist aufzupassen, dass der schleichende Flãchenbrand mit seiner verbrannten Erde begren?t bleibt.
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Aktuelle Ubergriffe
Die Wetterau-Ausgabe der Frank- furter Rundschau berichtete Ende Juli 2006 über eine„Zunahme an Bedro- hungen, Finschüchterungen und An- griffen auf Jugendliche in und um But?z- bach“. Die Antifaschistische Bildungs- initiative Wetterau teilte mit, dass am 17. Juli eine 15-Jährige und ihr 17jähri- ger Freund auf einem Parkplat? von vier teils maskierten„Nazi-Skins“ nie- dergeschlagen wurden. Die Polizei be- stätigte, dass ein polizeibekannter 24 Jãhriger zu den Jatverdächtigen gehört. Bei einem weiteren Vorfall am 23. Juli sind eine 19Jährige und zwei 18Jähri- ge am Bahnhof beschimpft(„Scheiß- Zecken“,„Heil Hitler“) und geschlagen worden. Auch hier ermittelt die Polizei.


