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(2006) 1/2006. August 2006
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22 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer

zur organisatorischen Finbindung in rechtsextreme Kreise. Nach Untersu- chungen des Verfassungsschutzes stammen die Jugendlichen nicht mehr primär aus den unteren sozialen Schichten mit einfachen oder mittleren Schulabschlüssen, sondern auch aus gut situierten bürgerlichen Schichten. Hier liegt eine der deutlichen Schnitt- Stellen zur Erwachsenengesellschaft.

Ubergreifender Zusammenhang

Uber die rechtsradikale Kamerad- Schaft in Hoch-Weisel gibt es neben der Kontaktmöglichkeit zu anderen Cli- quen und Kameradschaften die Kon- takte Zu Sꝰenelãden und Kneipen, Zum Besuch rechtsradikaler Konzerte bis hin zu den rechtsextremen Parteien.

Neben der Analyse über die rechtsradikalen Aktivitäten und deren Vernetzung ist es schwierig, die Ziel- gruppe für Gegenmaßnahmen ausfin dig zu machen. Hierzu gibt es keine Patentrezepte und es muss individuel vor Ort gehandelt werden.

Aktivitäten der Lagergemeinschaft

Aus dem Vorstand der KGA wurde mit Leserbriefen gearbeitet, da es hier einen relativ großen Aufmerksam- keitsgrad gibt und nicht nur die LGA- Meinung verbreitet, sondern auch de- mokratische Aktivitäten vor Ort unterstüt?t werden konnten. Dem in Hoch-Weisel entstandenen und von der Bevölkerung kritisch gesehenen ArbeitskreisDemokratisches Hoch- Weisel wurde die Solidarität Zzugesi-

Wichtige Internetanschriften zum Thema:

www. verfassungsschutz.de

www. bnr. de(hlick nach rechts) www. mut-gegen-rechte-gewalt. de www. lexikon. idgr. de(Informations- dienst gegen Rechtsetremismus) wwWw. vvn-bda. de

www. bpb. de(Bundeszentrale für Polilische Bildung)

chert. Mithilfe bei Veranstaltungen wurde organisiert und Unterstüt zungskontakte zu dem örtlichen Pfar- rer wurden hergestellt. Wichtig waren Aufklärungsabende mit Diskussionen am Podium, das mit Landkreisvertre- tern, Staatsschutz und Wissenschaft- lern besetzt war. Der 27. Januar wurde als Jahrestag der Befreiung von Ausch- wit? für eine Presseerklärung gegen die undemokratischen rechten Scharf- macher genutzt. Und dann beteiligt sich die LKGA am einem Konsensge- spräch mit Vertretern aller in Butz- bach ansãssigen Parteien. Und dann...

.. dann waren am 26. März 2006 Kommunalwahlen und der 23 jährige Kameradschaftschef aus dem Stadtteil Hoch-Weisel kandidiert für die NPD und für den Kreistag. Im Rahmen des Wahlkampfes gibt es eine Podiumsver- anstaltung in der Gesamtschule Ge- dern mit NPD-Beteiligung. Das LGA- Vorstandsmitglied Diethardt Stamm verfaßt daraufhin eine Anfrage an den Wetteraukreis als Schulträger.

Bei der Wahl geben 13,3 Prozent der Hoch-Weiseler Bürger der NPD ihre Stimme. Dies gleicht den niedrigeren Stimmenanteil anderer Stadtteile aus