Heft 
(2006) 1/2006. August 2006
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2 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer

Durchforschung das ausliefern, im desventwillen vich die Grabung lohnt.

(Walter Benjamin, Schriften, Band IVW, S 400, Franhfurt).

Genau das haben die Wissenschaft- ler am Staatlichen Museum getan. Im Medium des Erlebten der Hãftlinge, inmitten ihrer Frinnerungen und K- bensꝰZeugnisse, sind sie immer wieder auf den Sachverhalt zurückgekom- men, dass in Hunderten von Hãäftlings- transporten gequälte Menschen, die ein Leben vor Auschwitz gelebt hatten, in das Vernichtungslager Auschwit?z- Birkenau deportiert worden sind, be- raubt ihrer Familien, ihrer Heimat, ih- res Besitzes, ihrer gesellschaftlichen Stellung, ihres Namens, ihrer Ge- schichte. Hinter sich die Auslöschung ihres bisherigen Lebens, vor sich die Vernichtung durch Arbeit.

In diesem Mitteilungsblatt werden einige dieser Brinnerungen den Le- sern Zzugänglich gemacht. Sie gehören zum Traurigsten und Erschütternd- sten, was sich erinnern lässt: Unfassbar viele Zerstörte Lebensgeschichten, s0 viele Tode, So viele um ihre Hoffnun- gen, Begabungen und Freuden, letzt- lich um das Leben selbst gebrachte Menschen und Finzelschicksale!

Die LGA möchte mit diesem Heft, dem sich weitere Verõffentlichungen anschließen werden, dazu beitragen, dass diese bisher nur in polnischer Sprache vorliegenden Brinnerungen auch im Gedächtnis deutschsprachi- ger Leser ihren Platz finden.

Deswegen sollen nach und nach ein?zelne dieser Lebenszeugnisse

wie auch bereits früher publizierte Zeit?eugen-Berichte- übersetzt und dadurch vor allem auch deut- schen Besuchergruppen des KI. Auschwitz-Birkenau erschlossen werden. Hierfür bitten wir um Spen- den unserer Mitglieder und Freunde. Wir danken für die bisherige Hilfe, die nicht zuletzt den in diesem Heft vorgestellten Büchern, in Form von finanzieller Unterstüt?zung, zugute gekommen ist.

Im Jahr 2005 erschien, ebenfalls in der Reihe KSIEGA PAMIECI,

das BuchMenschen guten Willens (ISBN 83-60210-01-2), mit dem den Bewohnern von Oswiecim und der umliegenden Ortschaften

ein Denkmal gesetzt wird.

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pod redakcjg Henryhka Swiebockego