Heft 
(2006) 2/2006. Dezember 2006
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6 Lagergemeinschaft Auschwitz- Freundeskreis der Auschwitzer

Christlicher Verband der Auschwitzer Familien(ChSRO) Der Relativierung der Geschichte entgegen wirken

Von Jan Parcer

Der Christliche Verband der Auschwitzer Familien(polnische Ab- kürzung ChSRO) ist eine Initiative chemaliger polnischer Häftlinge im Konzentrationslager Auschwitz-Bir- kKenau. Die Gründungsversammlung fand am 25. März 1998 statteinen Tag vor dem 56. ahrestag des ersten Frau- entransports nach Auschwitz am 26. März 1942. Am 14. Juni 1998 also am 58. Jahrestag des ersten Polentrans- ports nach Auschwitz im Rahre 1940 wurde dann in der Gedenkstätte die erste Generalversammlung abgehal- ten.

Alle Aktivitäten unseres Verbands haben einen gemeinnützigen Gharak- ter. Jegliche extremen Meinungen sind uns fremd, doch können wir mit der

Historisches Foto des Tabakmonopol-Gebäudes in Oswie- cim. Hier wurden im Juni 2006 dem ChSRO Vereinsräume

zur Verfügung gestellt.

Relativierung der Geschichte, die wir seit längerer Zeit beobachten, nicht einverstanden sein. Wir wollen dazu beitragen, dass kein Mensch jemals vergisst, dass 150.000 Polen ins KI⸗ Auschwitz-Birkenau deportiert wur- den und etwa 75.000 dort ihr Leben gelassen haben. Deshalb halten wir die Gründung eines Pokumentationszen- trums ũber die Schicksale von Polen in diesem Lager für sehr wichtig. Im Juni dieses Jahres erhielten wir in Oswie- cim im Gebäude des ehemaligen Ta- bakmonopol-Verbandes, wo der erste Transport untergebracht wurde, zwei Räume, in denen wir die Erõffnung ei- nes solchen Zentrums planen.

Den Ehrenvorsitz des ChSRQO hat Jerzy Bielecki inne, ehemaliger Häft- ling mit der Nummer 243, dem damals die Flucht aus dem Lager gelang. Er ist Träger der MedailleGerechter unter den Völkern und Ehrenbürger von Israel. Vorstandsvorsit- zender ist Grzegorz Rosengarten. Zu den SGründern des Ver- bands gehören ferner Wanda Tarasiewicz,

cehemalige Gefangene mit der Nummer 6884, die 1942 mit dem ersten