Lagergemeinschaft Auschwitz- Freundeskreis der Auschwitzer 3
die nicht mehr selbst in der Praxis vorbei- kommen können, sondern der häusli- chen Pflege bedür- fen. Auch dies leistet die Ambulanz, kann aber wegen der Ab— hängigkeit von Spenden keine Ga- rantie geben, dass die Hausbesuche auf Dauer fortgeführt
Dr. Slizowska dankte hierfür den an der Studienfahrt teil- nehmenden Vereins- mitgliedern und bat, diesen Dank an die Spender und Unter- stützer zu übermit- teln.
PS: Neben dem Betrag an die Ambu- lanz hat unser Verein
werden kõnnen. Um 8s0 mehr freute sich Dr. Slizowska über die Ankündigung einer erneuten Spen- de der Lagergemeinschaft Auschwit?- Freundeskreis in Höhe von 2.000 Eu- ro. Ein Betrag in gleicher Höhe war be- reits Anfang 2006 überwiesen worden. Davon wurde ein neues Gerät zur Au- genuntersuchung angeschafft.
Dr. Helena Slizowska, Arztin der Am- bulanz für KZ Uberlebende
in diesem Jahr 2500 Buro für den Krakau- er Club der Ausch- wit?Hãftlinge, 1200 Euro Arztkosten für ehemalige Auschwitzer in Zgorzelec und 1380 Euro für die pflegerische Be- treung des KZUberlebenden Pawel RZepa bereitgestellt. Uberwiesen wer- den noch 4500 Euro an den Hãftlings- club in Warschau.
Auschwitz-Häftling Nr. 355 berichtet über seine Verhaftung „Ich war leider zu impulsiv“
Von Janus? Mlynarski
Ich stamme aus einer deutschen Familie. Mein Name lautet ursprüng- lich Johann Müller. Wir wohnten in Posen, und bei Kriegsbeginn 1939 war ich 17 Jahre alt und stand kurz vor dem Abitur. Im September waren wegen des Krieges die Schulen geschlossen.
Meine Familie war katholisch, und ich war bei den Messdienern. Bei einem Teffen der Messdiener im Oktober 1939 öffnete sich plõtzich die Türe des Raumes und drei Herren der Gestapo
mit Gewehren traten in den Raum. Sie ũberprũften von uns zZwölf jungen Leu⸗ ten die Ausweise. Die Gestapo wollte uns aber nicht glauben, dass wir uns mit lateinischer Ministrantur beschäftigten. Sie gingen davon aus, dass wir eine anti- nazistische Versammlung abhielten. Von den zwõlf Messdienern waren fünf Deutsche und sieben Polen. Nach der Vernehmung und massiven Bedrohunt gen wurde uns Peutschen erlaubt, nach Hause zu gehen- die anderen wurden


