2 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer
ar, der Tag, an dem Auschwitz im Rhre 1945 mit der Befreiung durch die Rote Armee„endete“, wurde von den Ver- einten Nationen bereits im Jahre 2005 offiziell als Internationaler Holocaust- Gedenktag ausgerufen.
Das vorliegende Mitteilungsblatt bringt Parstellungen zu den diesjähri- gen Gedenkfeiern in Auschwitz am 14. Juni sowie am 2. August, dem Tag, an dem das sogenannte„Familienzi- geunerlager“ im Jahre 1944„aufge- löst“ und alle Frauen, Kinder und Männer in der Nacht zum 3. August getötet wurden. Wir geben zudem Er- innerungen von Uberlebenden über ihre Lagerzeit wieder.
Auch in diesem Jahr haben wir er— fahren, wie froh und auch dankbar unsere Freunde in Polen, in den Klubs in Krakau, Zgorzelec und Warschau
sind über persõnliche Gespräche und über das Interesse, das ihre Lebens- geschichten bei uns finden. Stets von neuem erstaunt die Bereitschaft, Fra- gen zu beantworten und den Besu— chern leidvolle Erlebnisse anzuver- trauen. Auch hierũber ist auf den fol- genden Seiten einiges zu lesen.
Nicht zuletzt wird auch weiterhin materielle Hilfe benötigt: Geldspen- den zur Finanzierung von Medika- menten und medizinischen Gerät- schaften sowie für kKleinere Anschaf—- fungen und zur Ausgestaltung von Treffen und Begegnungen.
Und so verbinden wir unsere guten Wünsche zum Jahreswechsel mit dem Dank für Ihre bisherigen Spenden und der Bitte um weitere Unterstũtzung.
Alhbrecht Werner- Cordt
Spenden ermöglichen auch Hausbesuche bei Pflegebedürftigen
Ambulanz für ehemalige KZHãftlinge
Von Martina Hörber
Auch in diesem Jahr statteten die Teilnehmer der Studienreise nach Auschwitz Giehe S. 14) der Krakauer Ambulanz für Uberlebende der Kon- zentrationslager einen Besuch ab. Die leitende Arztin, Dr. Helena Slizowska, berichtete den Gästen über ihre Ar— beit. Sehr viel Wert legte sie darauf zu betonen, dass ihre Patienten neben der medizinischen Betreuung auch die persõnlichen Beziehungen zu den Mitarbeitern der Ambulanz sehr
schätzen. Es wird darauf geachtet, dass stets auch Zeit für ein Gespräch mit den ehemaligen Häftlingen bleibt. Sehr oft ist auch eine psychologische Betreuung notwendig.
Die Ambulanz bietet den oft trau- matisierten Menschen die Möglichkeit, eine umfangreiche medizinische Be- treuung ohne lange Wartezeiten zu er— halten, was das polnische Gesundheits- System nicht leisten könne. In den let?⸗ ten Jahren ist die Zahl derer gestiegen,


