Lagergemeinschaft Auschwitz- Freundeskreis der Auschwitzer 29
n Zusammenarheit mit der Gedenkstätte Vad Pashem verõffontlichte der Wallstein Vorlag zum 60 ahrestag der Boffeiung des Konzentrationsagers Auschwitæ-Bir- Kena den von Prael GCutmann und Bella Guttermann Herausgegohenen Band„Das Auschwitz Album. Die Geschichte eines Nansports.“(BNW 55040 7 Cöt. ingen 2005 30 Furo) Das Alhum ist ein aubergemõhnliches Polument In Auscht witæ auenommene Fotos vom Mai 1944 zoigen aus der FermpPektiwe der Täter Sationen dor Vrnichtung von der Ankunft liher die Seloktion his hin zum Warten vor den Gaskammern. Unter den Deportierten hefindet sich auch Tili acoh Sie tiher- Neht wi im Apri 1904 in Mittehal Pora hofreit. Nach einem Schwcheanfal wir v in einem Zimmer in einer ehemaligen SKasermne unfergehracht. Port entdeckt S 6s jt ein heimahe unglauhlicher Zufall ehen dieses Alhlm. Sie erkennt auf den Aufmahmen ihren Rabhiner Vrwandte und auch sich selhst. 1060 Hat LIMi. Hcoh das Alhum der GedenMsfatte Va Vashem in orusalem lihergohen.
DAs ANTLITZ VON AUSCHWITZ
„Das Auschwitz-Album. Die Geschichte eines Transports“
Uber den Wert des Albums und den Umwert der neuesten Edition
Von Andreas Kilian
Das von Israel Gutman und Bella Guttermanm herausgegebene Werk ermöglicht einen tiefen Einblick in die Ablãufe nationalsozialistischer Vernich- tungspolitik, in den Lageralltag und die Anatomie des Konzentrations- und Ver- nichtungslagers Auschwitz-Birkenau mittels detaillierter Bilder. Per Gesichts- ausdruck der Deportierten, die Haltung der deutschen Täter, die Atmosphäre der Schauplät?e und Szenerien sind vielsa⸗ gend. Wir sehen Momentaufnahmen von Menschen die vor einem großen Un- glück stehen. Die Aufnahmen konnten auf wundersame Weise vor der Vernich- tung gerettet werden, die meisten der darauf abgebildeten Menschen nicht.
Die Sprache der Bilder aus Ausch- wit?z ist ausdrucksstark und sehr emotio- nal, doch muss man diese Sprache im Schatten der Krematorien erst übersetz- ten kõnnen, um sie zu verstehen. An die- ser Aufgabe scheitern die Herausgeber und ihr Mitarbeiterstab, Zu oberflãchlich
bleiben die Bildlegenden, zu viele Fehler finden sich in den Bildbeschreibungen. In den meisten Fãllen wird der Betrach- ter weder darũber informiert, wo sich der Standpunkt des Fotografen befindet, noch darũber in Kenntnis gesetzt, was er vor sich oder im Hintergrund des abge- bildeten Fotos tatsãchlich sieht. Diese Orientierungslosigkeit erklärt womög- lich auch, warum die Fotos nicht- wie von den Herausgebern behauptet-chro- nologisch angeordnet sind. Sie sind es ebenso wenig wie die Fotos im Ori— ginalalbum, die bereits im Jahre 1944 the- matisch geordnet wurden.
Der Titel Auschwitz-Album' sugge- riert eine Einzigartigkeit dieser auf dem Lagergelände aufgenommenen Bilder, was aber kaum zutrifft. Andere Foto- Sammlungen sind bisher jedoch größ- tenteils im Verborgenen geblieben, weil die Besitzer kein Interesse haben, diese Dokumente der Offentlichkeit oder Wis- Senschaft Zugänglich zu machen. Obwohl


