Lagergemeinschaft Auschwitz- Freundeskreis der Auschwitzer 5
Andreas Kilian zeigte der Gruppe dennoch einige Kaum wahrnehmbare noch vorhandene Spuren, wie die Bunker am Rand des Lagers, die für die Wachposten erbaut wurden, sowie Teile von Baracken, die in Wohnhäu— Ser integriert sind oder die ehemalige Blockführerstube, die heute als Wohn- haus genutzt wird. Auch die ehemalige Schmiede und ein Teil der Lagerküche Sind bis heute vorhanden.
Bei den Stadtrundgängen durch Oswiecim und Krakau lag der Schwer- punkt auf der Geschichte der jüdi- schen Bevölkerung. Auschwitz, wel- ches vor dem zweiten Weltkrieg mehr als 50 20 jüdischer Einwohner hatte, wurde auch„das OQOswiecimer Jerusa- lem“ genannt. Es herrschte ein blühendes kulturelles und gesell- Schaftliches Leben, in dem die jüdische Bevölkerung eine bedeutende Rolle Spielte. Die verschiedenen Religionen lebten hier relativ harmonisch zusam- men. Ab 1941 wurde die jüdische Be- võlkerung in Ghettos und später in Konzentrationslager- einige davon in
das KZ Auschwit?- deportiert. Oswie- cim sollte zur„Musterstadt“ der deut- schen Ostsiedlung umgebaut werden. Den Krieg überlebten nur einige Hun- dert der vorher rund 8.000 huden, die meisten Uberlebenden wanderten aus Polen aus. HeEute ist von über zwanzig Synagogen nur noch eine einzige er- halten. Hier wurde im September 2000 ein jüdisches Begegnungszentrum ein- gerichtet. Ein wirkliches jüdisches Le- ben gibt es allerdings nicht mehr- der letzte in Oswiecim lebende hude ver- starh vor einigen Jahren.
Ahnlich sieht es in Krakau aus von den rund 45.000 Juden, die 1939 noch dort wohnten, überlebten ca. 5.000 den Zweiten Weltkrieg. Heute zählt die jüdische Gemeinde noch rund 150 Mitglieder, und nur noch ei— ne der sieben in der Stadt vorhande- nen Synagogen wird noch für Gottes- dienste genutzt.
Witere Fotos der Sudienreise Hn- den Sie auf unserer Infernetseite nter ww agergemeinschaft-aluschwitæ. e.
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Die Reisegruppe mit ehemaligen Hãäftlingen im jüdischen Kulturzentrum Krakau. In der Mitte Vorsitzender Jozef Paczynski und 5. v rechts Tadeusz Sobolewicz.


