Lagergemeinschaft Auschwitz- Freundeskreis der Auschwitzer 3
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resten der Krematorien in Birkenau.
sen berichtet. Er wünscht sich eine Welt, in der die Menschen freundlich zueinander sind, x anstatt immer weit ter in Kriege und Waffen zu investie- ren. Mandelbaum war Hãftling im so- genannten Sonderkommando in Bir- kenau, welches in den Gaskammern und Krematorien eingesetzt wurde, um beispielsweise die Leichen der Er- mordeten aus den Gaskammern her- auszutragen, Goldzähne zu entfernen und die Kõrper dann zu verbrennen. Für diese auch körperlich schwere Arbeit wurden kräftige junge Häftlin-
Henryk Mandelbaum, Uberlebender des Sonderkommandos in Auschwitz, an den Uber-
ge ausgewählt. Wenn er von dieser Zeit berichte, dann sehe er alles wieder, als ob es gerade erst passiere, so0 Mandelbaum. „Ihr Kkönnt das nicht schen.“ Die Frage, ob er sich auch an ein positives Erlehnis im Lager erinnern könne, verneint er. „Wir waren doch tote Men-— schen“, antwortet er und be— richtet, dass es s0 etwas wie Freundschaft in dieser Zeit nicht gegeben habe, da Klar ge- ween sei, dass alle der Tod er— warte, und es„kKeinen Zweck“ hatte zu wissen, wie jemand hieß oder woher er Kam.„Es war sehr schrecklich“ wieder- holt er immer wieder und streicht in Gedanken mit seit nem Gehstock im Laub her— um. Die Willkür der Nazis macht er unter anderem deut- lich, als er berichtet, wie wegen des Aufstandes einiger Sonder- kommando-Hãäftlinge das ge- samte Sonderkommando zu— sammengetrieben wurde. Alle mussten sich auf den Bauch le- gen, und jeder Dritte wurde in den Hinterkopf geschossen. Er blieb ver- schont. Doch trotz alledem sei immer noch eine Hoffnung und ein Lebens- wille vorhanden gewesen, ohne den er diese„Arbeit“ nicht hätte erledigen können. Er vergleicht die Zeit im La- ger mit einer Lotterie, bei der jeder ge- winnen wolle, doch nur sehr wenige am Ende wirklich Glück haben.
Fin weiteres beeindruckendes Er- lebnis für die Teilnehmer der Studien- reise war die Begegnung mit ehemali- gen Häftlingen in Krakau. Deren Ver-


