Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 1
„Vielleicht habe ich deshalb überlebt“ Aufschrei am 27. Januar 2005
„Warum hat man mich zur Waise ge- macht? Warum hat man meine Familie verbrannt? Warum hat man mein Volk verhrannt? Ich Stund nacikt im Schnee in der Kdilte, ein Mddchen von 16 Jahren, hierner hat man meine Hamilie gebracht und vie alle verbrannt hier hat man mir meinen Mamen geraubt und mir eine Nummer gegeben, hier hab ich mich in eine Nummer verwandelt.“ So schrie die 78 jährige Miriam Jahaw am 27. Ja- nuar 2005 von der Rednertribüne in Auschwitz, Zur Feier der Befreiung des Vernichtungslagers, das sie überlebte.
Jahaw war nicht vorgesehen, bei der Zeremonie, die unter Beteiligung von Staatsoberhäuptern aus der ganzen Welt stattfand, das Wort zu ergreifen. „In der Nacht dapor Konnte ich nicht Shlafen“, versucht sie zu erklären,„in meinem ganzen Lehen verspiürte ich viel Wut, ich wollte Schreien, und dann, al Prdisident Katav hinauſgegangen ist m Seine Rede zu halten, habe ich ohne
einige Worte hinzufligen möchle Ey ver- ließ das Plt ich hin hin und habe geßragt. Warum? Ich wollte, dass alle meinen Auchrei héren, obwohl ich wlssle, uss niemand mir eine Antwort geben wird.“ Zur Feier war Miriam Jahaw von der Gedenkstãttenleitung eingeladen wor- den und hatte sich mit anderen Uber- lebenden Israels Präsident Katsav an- geschlossen.„Jch hahe nicht an al die Prcsidenten und Kõnige gedacht“, Sagte Jahaw,„ich habe vie ihemaupt nicht ge⸗ Sehen. Ich wollte nun dass sie meinen Alſchrei vernehmen. Ich habe den Kreis geschlossen, ich vergesse nicht und vergehe nicht aber nach den Realtionen vieler Menschen habe ich verstanden, dass mein Alßchrei in der ganzen Wel widerhall. Vielleicht habe ich deshalh liherlebt. Bis hete habe ich Keine Ant- woyt, wurum ich am Leben geblieben hin. Vielleicht ist das die Antwort.“ (nach„Jüdisches Berlin“ 3/2003, übersetzt von Meyer Studnik)
viel nachzudenken, meinen Mantel aus- gezogen und mich hinter ihn gestell. ES waren dort 75 Grad minus, aber mir war nicht Kalt. Ichn hahe nichts ge- fiinlt, nur die Wut, die vich in 60 ahren in mir auſgestaut hat. Alb der Präsi- dent veine Rede he- endete, vagte ich ijnm, dass ich noch


